Montag, 1. Oktober 2012

herbstliches websiteshooting in beerentönen und eine verlängerung














Wie für jedes Websiteshooting zum Jahreszeitenwechsel begebe ich mich in einen Farbrausch. Sei es orange-weiß zum Sommer oder orange-braun zum Herbst. Sei es grün-weiß zum Frühling oder gelb zu Ostern. Für den Herbst 2012 habe ich mich für Beerentöne entschieden: Brombeer, Erika, Purpur, Bordeaux, Pflaume und Maulbeeren. Und ich muß sagen, sie schmecken mir großartig.  

Außerdem ganz köstlich schmeckt Labneh zum Beeren-Pilz-Salat, den ich leider im Rezept völlig unterschlagen habe. Wie schade! Daher werde ich hier kurz beschreiben, wie man diese Art Käse selber macht. Für etwa 10 Bällchen benötigt man 400 g fetten Vollmilchjoghurt oder griechischen Joghurt. Diesen vermischt man mit 1 TL Salz und gibt ihn in ein feines Mulltuch oder Kaffeefilter. Den Filter setzt man in ein Sieb und läßt alles im Kühlschrank über Nacht abtropfen. Auch die Oberfläche mit einem Kaffeefilter abdecken. Morgens nochmal in einen frischen Kaffeefilfter umfüllen. Die Masse ist jetzt schon sehr cremig und noch mal einen halbe Tag abtropfen lassen. Die daraus entstandene Flüssigkeit ist Molke. Jetzt kann man aus der cremigen Masse Bällchen formen und zum Salat geben. 

Das Rezept für den Labnah ist von Christelle und ihrem zauberhaften Blog Christelle is flabbercasting.

Das Original-Rezept des Kuchens stammt von der lecker, Ausgabe No.9/September 2009. Es wurde durch Zutaten und Mengenangaben leicht variiert. 

Und noch eine gute Nachricht zum Schluß: die Anmeldefrist für den Wein-Koch-Foto-Workshop Ende Oktober 2012 ist verlängert worden. Ihr habt also noch die Möglichkeit bis zum 8. Oktober Einsendungen auf la-petite-cuisine einzureichen. Nähere Informationen: siehe hier.

Eine wunderschöne Woche wünscht Euch
la petite cuisine

Sonntag, 23. September 2012

neue startseite meiner website - herbst 2012


:Herbstzeit ist Kuschelzeit ;

Kerzen werden angezündet, Kürbisse geschnitzt, kuschlige Pullover werden aus der hintersten Ecke des Schrankes hervorgeholt, heißer Kakao wird gerührt, morgens wird kühle frische Luft eingeatmet und Rauhreif bestaunt, sonntagnachmittags Apfel- oder Brombeerkuchen gebacken, die Blätter färben sich in den schönsten Herbstfarben, morgens steigt der Nebel auf und die Raben krähen vor sich hin, Zwiebelsuppe wird gegessen, mit dem Bobbycar durchs Laub gefahren, kiloweise Kastanien werden eifrig sammeln, Haselnussbrötchen mit dick Butter und Hagebuttenmarmelade bestrichen, Windlichter vor die Tür gestellt, „Gansl“ wird gegessen, Tee gekocht, Papierlaternen gebastelt, mit Kind herbstliche Fensterbilder geklebt, in dicke Decken gehüllt, draußen eine „Der-Herbst-ist-da-Willkommens-Feier“ gefeiert, Most und Zwiebelkuchen gegessen, die Vögel beim In-den-Süden-Fliegen beobachtet, Äpfel und Zwetschgen geerntet, zwischendurch wird St.Martin besungen, den Wind lässt man durch die Haare pusten um zuhause eine Kürbissuppe essen zu können, man fährt zur Weinlese, um dort viel neue Weine zu verkosten, Pilze werden gesammelt, heiße Maronen in Papiertütchen gekauft, Semmelknödel mit Schwammerlsauce gekocht und von vielen netten Leuten ratzeputz aufgegessen.

Wenn ich das so lese, könnte das alles in allem ein wunderschöner Herbst werden, mit einem paar dieser aufgeführten Herbstwunderbarkeiten. Da darf's eben auch mal Regen und Stürmen...sonst ging das ja alles nicht mit dem Kako und den heißen Suppen den Decken und dicken Pullovern. Was macht Ihr denn so gerne im Herbst?

Ein bißchen Inspiration gibt’s auf der meiner neuen Startseite. Rezept folgt in Kürze.

Noch zwei Dinge möchte ich Euch erzählen, die mich in den letzten vielen Wochen unglaublich gefreut haben. Zum einen war ich im Deluxe-Backhimmel, nämlich in der Ausgabe der lecker Bakery Vol. II. Eine wirklich wunderschön gelayoutete Sonderausgabe des Hamburger Food-Magazins.



Zum anderen kam ich nicht umhin schrecklich stolz zu sein, von der essen & trinken online zu den 10 deutschsprachigen Lieblings-Foodblogs gewählt worden zu sein. Was für eine Ehre!  



Dann kuschelt Euch mal schön durch den Herbst!
Alles Liebe
W Eure la-petite-cuisine W


Mittwoch, 12. September 2012

NEU: Koch-, Wein- und Fotoworkshop mit La petite cuisine im Chefs Table in Köln


Ihr möchtet gerne neue originelle Fingerfoodrezepte kennenlernen? Dazu verschiedene französische Weine verkosten und Tipps und Tricks erfahren wie Ihr das besonders schön auf Eurem Blog fotografieren und präsentieren könnt?

Dann habe ich für Euch das Richtige:

Als Gastgeberin lädt La petite cuisine im Auftrag des Weinverbandes InterOc zur ersten Pays d'Oc Fingerfoodparty ein, ein Kreativ-Event, welches die schönen Dinge des Lebens vereint: lecker kochen, Wein trinken, Fotografieren und Freude haben.

Stattfinden wird dieser Workshop am Samstag, den 27.10.2012 von 11 bis etwa 19 Uhr im Chefs Table, Beethovenstrasse 12, der stylishen Wohnküche der Sommeliere und Vintage-Besitzerin Claudia Stern in Köln.

Er wird Euch zeigen wie man Fingerfoodgerichte und Pays d'Oc Weine optimal kombiniert und das Ganze in seinem Blog ansprechend in Szene setzen kann. Gemeinsam mit insgesamt 10 Bloggern wird an diesem Tag gemeinsam gekocht, gestylt, fotografiert und verkostet. Außerdem eine wunderbare Gelegenheit um mit anderen Foodbloggern ins Gespräch zu kommen.


Wie alle leidenschaftlichen Food-Blogger wissen, kann Wein das I-Tüpfelchen zu einem hervorragenden Essen sein. Mit der richtigen Auswahl des Weines können die verschiedenen Aromen der Gerichte intensiviert und zu einem einmaligen Geschmackserlebnis werden. Neben viele anderen Weinbauregionen bieten sich die Weine aus dem Pays d'Oc, eine Weinregion im südfranzösischen Languedoc-Roussillon, sehr gut an. Die 56 zugelassenen Rebsorten der dort ansässigen Winzer bieten eine reiche und vielseitige Auswahl an charakterstarken Weinen.  

* * *

Teilnahmeablauf:
Das Event ist kostenlos - allerdings bietet das Chefs Table nur Platz für 10 Teilnehmer. Interessierte Foodblogger können sich bis zum 30. September 2012 (bis 0:00) bewerben. Dazu erstellen sie einen Blogpost und veröffentlichen den Link zu ihrem Post als Kommentar unter dieser Ankündigung von La petite cuisine.


Achtung: Verlängerung der Einreichfrist: Bis zum 8.Oktober 2012 könnt Ihr Eure Bewerbungen einreichen.

Der Bewerbungs-Post muß enthalten:
1) 1 Fingerfoodrezept (es muss nicht selbst kreiert, sollte aber selbst gekocht sein) mit mindestens einem selbst fotografierten Foodfoto.
2) Der eingebaute Badge (siehe unten; rechts klicken, kopieren, einfügen)
3) Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse für die Benachrichtigung im Fall des Gewinns an paysdoc.fingerfoodparty@sopexa.de

Die Teilnehmer werden aus alle Bewerbungen von einer Jury ausgewählt. In der Jury: InterOc (der Weinverband für Pays d’Oc IGP) und La Petite Cuisine.
Die Gewinner werden bis zum 12. Oktober per E-Mail informiert.



Teilnahmebedingungen:
Bewerben können sich Foodblogger aus Deutschland, die zum Zeitpunkt der Veranstaltung ihr 18. Lebensjahr vollendet haben werden, in deutscher Sprache bloggen und deren Blog es bereits seit dem 01.01.2012 gab. Eine Mehrfachteilnahme ist ausgeschlossen. Hotel- und Reisekosten sind nicht im Gewinn enthalten. Nur Einträge, die vor dem Teilnahmeschluss (30.9.2012, verlängert 8.10.12) und unter Nennung einer gültigen E-Mail-Adresse abgegeben werden, werden berücksichtigt. La Petite Cuisine übernimmt keine Verantwortung für fehlende, verspätete oder an falscher Stelle abgegebene Einträge.
Die Jury (InterOc, La Petite Cuisine) behält sich vor, unter allen Einsendungen die Blogger mit den 10 schönsten Beiträge auszuwählen. Diese erhalten je einen Teilnahmeplatz am Kreativ-Event „Pays d’Oc Fingerfood Party“. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Alle Gewinner werden bis zum 12.10.2012 per E-Mail informiert.

Für eventuelle Nachfrage wendet Euch bitte an:
paysdoc.fingerfoodparty@sopexa.de



Viel Spaß beim Kochen und Fotografieren wünscht La petite cuisine

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Sonntag, 9. September 2012

la dolce vita - lido di garda totale































Wie ich schon mal hier geschrieben hatte, wird es im Hause S. einfach nicht langweilig. Ich kann machen was ich will; stets ist hier eine Menge los. Kein Tag gleicht dem anderen – weder beruflich, noch privat. Das hört sich zunächst alles recht spannend, kurzweilig und aufregend an. Aber mein Leben könnte ruhig etwas mehr Langeweile vertragen. Öfter mal 50 km/h wäre besser, als immer 150 km/h auf der Überholspur. 

Zu der andauernden Geschwindigkeitsüberschreitung hatte vor dem Sommer unter anderem die unvorhergesehene Urlaubsplanänderung des Kindesvaters und Ehemannes beigetragen. Ergebnis: Mutter und Kind fahren alleine. Ja. Grossartig. Mir schwindelte. Kurz mal auf Reset gedrückt und der geplante Frankreichurlaub war weg. Und nun? Wohin überhaupt? Fliegen: zu teuer. Lastminute: fiese Unterkünfte. Süditalien/Spanien/Frankreich: mit dem Auto zu weit. Nach tagelangen Überlegungen (das kann ich gut) und unermüdlichen Gegoogel (das auch) nach einem hübschen Plätzchen für Mutter und Kind, fand ich die Lösung: Gardasee. Nicht zu weit. Irgendwie sind 1000 km schon machbar...bloß keine Panik...konzentrieren auf: Sonne pur....schöne Sprache = Urlaubsfeeling...Hotel mit Halbpension = nicht einkaufen und kochen müssen = no stress.

Ich gebe zu: ich bin in meinem bisherigen Leben noch nie in die Situation gekommen mit einem zweieinhalbjährigen Kind alleine mit dem Auto zum Gardasee zu fahren. Ist ja nicht grad ums Eck. But: no risk, no fun! Gardasee, my love, wir kommen!!! Voll bepackt mit Schwimmflügelchen, Windeln, 1 Kilo Spielzeugautos, 3 Kilo Büchern, Kleidung und Schuhe für jede Lebenslage, Kinderwagen und noch ein paar anderen Dingen fuhren wir los; über München, weiter nach Norditalien. 

Die Möglichkeit, dass ein Kleinkind über zweimal circa 500 km schreien und zetern könnte, hatte ich einfach ausgeblendet. Und ich hatte Glück! Das friedlichste Kind auf Erden. Während Mama vorne fuhr, tat das Kind hinten folgendes: schlafen, schauen (vor allem Autos), reden (viel! Aber nur anstrengend wenn man gerade zwei Laster überholt, während hinter einem einer dieser Vollidioten an der Stoßstenge klebt), blättern (Bücher), essen (gerne Brezen), hören (die Kleine Hexe, zum 453. Mal) und zwischendurch langweilen. Aber keine Genöle, kein Gemecker. Ich war so stolz auf unser Kind!

 Die fünfeinhalb Stunden von München zum Gardasee haben wir dann mit Links geschafft. Das soll nicht heißen, dass das jetzt nicht anstrengend war. Vor allem nicht langweilig (siehe oben). Aber: das erste Glitzern des Sees, das langsam durchs Bewußtsein sickernde sichere Gefühl, dass hier wirklich Sommer ist (also einfach mal richtig heiß), die vielen Segelboote, die italienischen Straßenschilder, die Urlaubsstimmung, all das hat jede Anstrengung weggepustet. Und zu guter Letzt muß ich sagen, dass so ein Urlaub mal alleine mit Kind auch was unglaublich Schönes hat. Einfach nur mal Zeit fürs Kind haben, ohne einkaufen, kochen, arbeiten. Was haben wir beide das genossen!!!



Unsere Urlaubstage waren ausgefüllt mit:

Frühstück draußen unter Sonnenschirmen
Am Pool sitzen und Füße im Wasser baumeln lassen
Auf dem Gardasee Boote schauen
Steinchen werfen
In kühlen Kirchen sitzen 
Steinhaufen bauen
Bruschetta im Schatten essen und Aperol Spritz trinken (letzteres nur Mutter)
Faulenzen
zweistündige Siesta machen (Kind solo oder im Duo)
Ball spielen
Armbändchen fürs Kind, Schuhe (!) für Mama kaufen
Eis essen
italienisches Abendessen geniessen
Abends im Örtchen durch die Gassen gehen
Lesen
Kuscheln
Obst essen und vollkleckern
Postkarten schreiben und bekritzeln
Noch mehr Eis essen
Sonnen
Schwimmreifen kaufen
Ausflüge machen
Sonnen

War das schön! Es hat sich tausendmal gelohnt. Gardasee wir kommen wieder!

Ciao a tutti
Susanne