Samstag, 19. April 2014

warum der hase die ganze arbeit tun muß // happy easter bunny brunch







Bitte nicht verwirren lassen: Die Kürbiskerne habe ich vergessen...























Kinder stellen viele Fragen, manchmal von früh bis spät. Die Warum-Fragen-Phase haben wir schon eine Weile hinter uns gelassen. Die Fragen und Gedanken sind mittlerweile komplexer geworden. Ich gerate zunehmend in Erklärungnot:

Gibt es nur einen Osterhasen für alle Kinder? (Dieses Thema hatten wir ganz ähnlich auch an Weihnachten, natürlich mit dem Christkind)

Ähm..?!?

Der Osterhase muß an Ostern gaaanz schön viel arbeiten...

Ja.

Wo kommen die ganzen vielen Eier her?

Von den Hühnern. Die legen die Eier.

Dann klaut der Hase die Eier bei den Hühnern. Das darf man nicht.

Nein. Das stimmt.

Schenken dann die Hühner dem Hasen die Eier?

So ähnlich.

Woher weiß der Osterhase wo die Kinder wohnen? Weiß der auch wo ich wohne? Der kommt doch auch zu uns, oder?

Ähm...klar, der kommt ganz sicher auch zu uns. Keine Sorge!


Um meinem Kind jetzt und auch in der Zukunft etwas mehr Substanz in meinen Antworten zu bieten als Ja, Nein, Ähm habe ich mich zum Thema Hase, Eier und Osterbrauch ein bißchen weitergebildet, in der Hoffnung eine Balance zwischen der kindlicher Fantasie und Realität zu finden. Puh!!

Ganz spannend und auch sehr einleuchtend, was ich da alles gelesen habe und auch komisch, dass ich das alles nicht wußte... In der Schule habe ich das auf jeden Fall nicht gelernt. Oder doch? Was habe ich da eigentlich gelernt? Vergessen.

Das hab ich nun ganz frisch gelernt: Während der Fastenzeit durften u.a. kein Fleisch und keine Eier gegessen werden, da aber die Hühner trotzdem fleißig weiterlegten, gab es an Ostern reichlich viele...um sie über die, teils 40 Tage, zu konservieren wurden sie in Salzlage gelegt oder gekocht.
Wie auch immer. Diese Eier wurden dann vor den Ostertagen geweiht, zur sogenannte Eierweihe. Ich erinnere mich, dass meine Oma das frisch gebackene Osterbrot immer hat weihen lassen. Eier vermutlich auch.
Die Eier galten als Symbol für neues Leben und damit als Auferstehung Christi. Um die gesegneten Eier von den noch nicht gesegneten zu unterscheiden begann man diese zu bemalen. Aha!

Wie auch das Christkind eine protestantische Erfindung ist, wurde der Osterhase (aber auch der Fuchs, der Kuckuck, der Storch und der Rabe, er hatte also nicht alleine zu schuften) von den Protestanten erfunden, um den Kindern die vielen Eier zu erklären. Um sich von den Katholiken zu distanzieren lehnten sie nämlich Karneval, wie auch Fastenzeit ab. Der Osterhase setzte ich dann um 1800 in Deutschland durch, weil er am besten zu vermenschlichen war.

Außerdem war der Hase schon immer ein sehr fruchtbares Tier. So konnte man, wie schon erwähnt, den Kindern die vielen Eier erklären und so kam es, dass dem armen Hase das Eierlegen angedichtet wurde. Da die Henne leider keine verzierten Eier legt und auch keine Hände hat, um die Eier anzumalen, kam der Hase auch mal wieder ganz gelegen: Mit seinen Pfoten brachte er es zu außerordentlicher Geschicklichkeit.

Ostern ohne Ei wäre also so wie Weihnachten ohne Tannenbaum.

Ich habe jetzt also reichlich Stoff, um meinem Kind die Fragen zu beantworten, obwohl ich immer noch nicht weiß, wie ich ihm möglichst sinnvoll erklären soll, woher der Osterhasen die ganzen vielen Adressen weiß. Es wohnen ja schließlich nicht in allen Häusern Kinder. Beim Christkind war das leicht, da hatten wir einen Brief ans Christkind geschickt – mit Absender.

Was erzählt ihr denn so Euren kleinen Kindern bzw. welche Fragen stellen die denn so? Bin echt neugierig!

Dann also schöne Ostern zusammen!

Auch nette Unterhaltung: Diese Interview mit einem Osterhasen.

Kommentare:

  1. Sehr schöner Post!
    Ganz tolle Brunch Rezepte und du hast etwas Licht ins Dunkel des Hasen- und Eiermythos gebracht. Obwohl ich keine Kinder habe und selbst auch keins mehr bin habe ich mir diese Frage nämlich auch gestellt ;)

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  2. MEI NEEEEEEETTTT
    des GSCHICHTL,,, jaaaa sooo leuchtet des mir toootal ein;;;ggggg
    UND SOOOOO vuiii LECKEREIEN hat DU gmacht,,,
    des is der WAHN,,, sooooo VUIII ARBEIT:::
    aber des tuat ma ja gern gell :::
    HOB no ah gaaanz ah scheeeens OSCHTERFESCHTL...
    BIS BALD DE birgit

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  3. der zopf und die brötchen sehen sehr, sehr lecker aus ! FROHE OSTERTAGE und liebe Grüsse aus der Schweiz, Barbara

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  4. Kniefall wieder vor deinen Bildern! Und wie ich mich jetzt auf unsere Osterjause heute freue :D

    BUSSI aus Österreich!
    Nora

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    1. Liebsten Dank Dir! Freut mich immer wieder besonders, wenn's Dich freut! Busserl aus Kölle ;) Susanne

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  5. Besonders die Brioche sehen sooooo lecker aus;)
    Hab ein schönes Osterfest!
    Dein Brunchtisch sieht sensationell aus!
    LG

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    1. Sind auch 'ne Wucht ;) Vielen lieben Dank!

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  6. Wunderschöne Fotos und ne Geschichtsstunde - passt gut zusammen! Frohe Ostern!

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  7. So viele tolle Leckereien! Und so schön angerichtet! Da hast du genau meinen Geschmack getroffen ;)

    Und die Antworten zu den Kinder-Fragen werde ich mir merken, bis ich selbst mal Kinder habe und sie dann auch solche Fragen stellen :D hihi^^

    Liebe Grüße
    Bettina von homemade & baked

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  8. Liebe Susanne,
    Was für ein gigantischer Post mit vielen wunderbaren Rezepten und Bildern.
    Die Geschichte gefällt mir besonders gut.
    Ich Wünsche Dir und Deinem Sohn ein schönes Osterfest mit vielen kleinen und großen Glücksmomenten,
    Sabine

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  9. Sieht sehr appetitlich aus...
    Doch morgen gehe ich zum Brunch auf dem Glessener Mühlenhof, da bleibt die Küche kalt...
    Frohe Ostern!
    Astrid

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  10. Liebe Susanne,

    deine Bilder sind wie immer traumhaft und die Minibrioche sind einfach nur wundervoll! richtig entzückend.

    Ich wünsche dir frohe Ostern,
    Maria

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  11. Liebe Susanne,
    ich könnte mich in alles, absolut alles reinlegen, so gut schaut das aus. Die Limonade wird sofort ausprobiert, den Rest gibt es, wenn ich mal wieder einen Brunch ausrichte.
    Liebe Grüße,
    Lena

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  12. Liebe Susanne,

    das sieht alles so unfassbar lecker aus, da könnte ich wohl alles "verschnabulieren". Aber die Limonade hat es mir besonders angetan, die werde ich wohl demnächst beim nächsten lauen Sommerabend auf der Terrasse verkosten :-)

    Liebe Grüße
    Tina

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  13. Sehr schöne Fotos und der Hefezopf sieht unglaublich lecker aus. Sehr schön gemacht!

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