Mittwoch, 5. November 2014

stutenmännchen // feingemacht













 
Irgendwie habe ich mich erst vor etwa einer Woche vom (Altweiber)Sommer verabschiedet und lasse so langsam den Herbst hinein: Heizung ist an (aber nur abends), Kerzen brennen (auch nur abends), es regnet und stürmt viel (nur draussen), hier gibt’s schon Kohl und so (zum essen). Ganz besonders merke ich den Herbst dann, wenn ich Lust bekomme zu backen und das ist gaanz selten. Vermehrt allerdings im teils ungemütlichen, manchmal auch gemütlichen und dunklen Herbst und im Winter. Backen hat für mich etwas mit Gemütlichkeit und Heimeligkeit zu tun. Wenn die Küche und alle anderen Räume so nach Backwerk duften, dann ist die Adventszeit und die Weihnachtszeit nicht mehr fern. Dann bollert hier oft der Ofen, auch für Maronen, Ofenkartoffeln, Schmoreintöpfe oder anderen herzhafte Sachen. Insofern ist der Herbst und der Winter doch recht schön - wenn ich's mir recht überleg'. Da ja bald Martinstag ist hab ich mal diese leckeren, saftigen Stutenmännchen gebacken mit einem Hauch Zitronenaroma. Und bald wird hier auch ein Ganserl im Ofen landen, denn es ist ja auch bald Martinsganserlzeit. Schön mit Rotkraut und Knödeln. Aber vorerst gibt’s hier die feingemachten Stutenmännchen, Hefekerle, Brötchenpuppen, Teigmännli (und wie sie alle heißen) mit Butter drauf. Und dann ab zum Laternenfest.

Habt einen schönen kuscheligen Abend !

Dienstag, 14. Oktober 2014

il dolce far niente















© vom söhnchen gemacht






getrocknete sardinen - in the making












© vom söhnchen gemacht









arrivederci lago di garda
W
 
Der prächtige und warme Altweibersommer hat mich noch kürzlich (im Oktober) dazu gebracht wieder in luftigen Röckchen, ärmellos und in Sandalen herumzulaufen und somit möglichst lange das Sommergefühl aufrechtzuerhalten. Dazu gehört auch mich möglichst viel draußen aufzuhalten: bis spät Abends draußen im Café zu sitzen oder mit einem Teller Pasta über die Straße zum Rhein zu gehen und dort mit einem Glas Wein das Leben zu genießen. Die Sonne schimmert golden über den Fluß, ich liege im Gras und bin schlicht und ergreifend – mehr ergreifend, denn schlicht – glücklich. Und habe dabei Gedanken und Gefühlschnipsel von Italien: der Duft von Oleander, das Plätzchen von Wasser, ein Teller Pasta und Wein. Eigentlich nicht allzu viel anders wie hier in Köln. Das süße Leben gibt es eben überall, wenn man es lebt. Mein buntes, quirliges Eckchen, wo ich wohne, in dessen Mitte ein Café ist, wo immer was los ist, die Nähe des Rheins, die Menschen, die man mittlerweile kennt und die Menschen, die man neu kennenlernt. Köln ist Italien. Irgendwie. Italien ist überall. Und Italien ist in meinem Herzen. Die Bilder von unserem diesjährigen Sommerurlaub tun ihr übriges. Und ein Teller mit duftenden Spaghetti all'amatriciana setzen dem ganzen ihr Krönchen auf. Köln ist Italien. Italien ist überall. Man muß es nur finden und leben. Habt Ihr auch Euer Italien zuhause? 

Ciao
 W Eure la petite cuisine W