Montag, 3. Februar 2014

geburtstagssushi im auto - la petite cuisine turns three - hooray!






















 Wie ich hier schon kürzlich kundtat, liebe ich Sushi. Meine ganze Familie liebt Sushi. Das macht es leichter in regelmäßigen Abstand an die Reisteilchen zu gelangen.

Allerdings habe ich mir nach dem Neujahrs-Sushi vorgenommen, endlich einmal Sushi selbst zu machen. Und was eignet sich besser dafür als ein Geburtstag? My sweet little 3. Blog-Geburtstag!

Statt eines Teiges rührte ich nun in der Küche den Reisessig unter den gegarten Reis, schälte und schnitt Avocado und Gurken und bereitete den rohen Fisch und die Surimimasse vor. Surimi ist der Krebsfleischersatz, bestehend aus kleingehäckseltem Fisch, Eiweißmasse, Zucker und Salz.

Bei mir macht sich immer eine Vorfreude mit leichter Nervosität breit, wenn ich etwas das erste Mal koche oder zubereite. Ich glaube es wie mit allen Dingen, die man zum ersten Mal macht: die Vorfreude, auf das, was entsteht und was man da zaubert und die leichte nervöse Anspannung, ob das auch alles so funktioniert. Und es funktionierte!

Der Reis war zwar vielleicht in gaaanz perfekt, ließ sich aber ganz gut verarbeiten. Der letzte Freitag war ein wunderschöner Endejanuartag. Die Sonne schien herein und ich belegte und rollte in wunderbarer Wochenend-Geburtstagslaune meine Sushiröllchen.

Der Zufall wollte es, dass sich gerade an diesem Freitagabend meine ganze Familie wieder zum Sushiessen treffen wollte. Es gab nämlich mal wieder etwas zu feiern (und es gibt immer irgendetwas Schöne zu feiern). Diesmal das bestandene Physikum meines Neffen.

Da sich Sushi gut alleine zubereiten und fotografieren lassen, aber Essen in Gesellschaft einfach tausendmal schöner ist, fuhr ich bei schönstem Wetter mit meinen Geburtstags-Sushi auf dem Beifahrersitz Richtung Norden. Leider fuhr ich weniger, als ich stand: Freitagabendstau. Das Kind schlief und die schön eingepackten Sushi strahlten mich nahezu verführerisch an. Ich habe wirklich mit mir gekämpft. Nun, eines kann ich ja essen. Ein zweites ist auch nicht schlimm. Mit Sojasauce und Ingwer schmeckt's schon besser, aber von den Californiarolls sind soo viel da, fällt gar nicht auf, wenn da 'ne Rolle fehlt.... Fazit: Aber Ende des Staus waren 3 Rollen weg. Und ich hatte meinen Blog-Geburtstag quasi im Auto verbracht. Falls ich jemals wieder die Gelegenheit erhalte mit fertigen Sushi durchs Land zu fahren, werde ich sie vorsichtshalber im Kofferraum verstauen.

Das Ganze war jetzt nicht weiter schlimm, unser Sushimaster hatte wohlweislich 1 kg Reis gekocht und rollte schon fleißig als ich endlich ankam. Meine übrig gebliebenen Sushiröllchen wurden mit großem Hallo sehr rasch als Aperitif in der Küche verspeist. Dazu Prosecco und viel gute Laune.

Happy Birthday my little Blog!

Mittwoch, 29. Januar 2014

hurra hurra der kasperl der ist wieder da oder man wird nur einmal vier

































  
„Ich bin jetzt 4! Ich bin jetzt groß!“

„Ja, mein Baby“, füge ich in Gedanken dazu, hüte mich aber davor es laut zu auszusprechen.Ich würde mir nur Ärger einhandeln.
Denn dann müßte ich mir anhören, dass er ja kein Baby mehr sein, sondern ein Kind.

„Das kannst Du mir lange erzählen“, denke ich dann vor mich hin. Du wirst immer mein Baby sein. Noch darf ich das beim Kuscheln und ins Bett bringen sagen, aber ich gebe mich keiner Illusion hin, dass das auch bald vorbei sein wird.

Da ich die Jüngste unter meinen Geschwistern bin, werde ich auch noch mit 50 „die Kleine“ sein. Meine Mutter, als jüngste unter ihren Geschwistern ist mit 78 Jahren genauso noch „die Kleine“. Ja, so ist dann nun mal. Und wir werden auch immer Kinder unserer Eltern bleiben und bitte nicht aufhören Kind zu bleiben und auf unser inneres Kleines zu hören.

Immer nur erwachen sein ist nämlich auf die Dauer sehr ermüdend. Nicht nur mache ich gerne sehr Grimassen (liegt in der Familie, hat meine Oma gerne gemacht, meine Schwester tut's und mein Bruder genauso gerne) hüpfe mit einem Topf auf dem Kopf durch die Wohnung, zeige Julius meine lang gezogenen verwuschelten Socken, wenn die aus dem Stiefel kommen, spiele Balu, der Bär, auf dessen Bauch man sitzen kann, spiele Verstecken und Fangen auf dem Spielplatz (auf dem es eigentlich keine Versteckmöglichkeiten für große Leute gibt, daher ungünstig, aber umso lustiger), mache mit ihm Picknick im Bett, hüpfe in Pfützen (allerdings mit Gummistiefeln), tanze mit ihm kinderliedersingend durch die Wohnung, ziehe mir mein Hemd so über den Kopf, dass es an der Stirn hängenbleibt und die Ärmel an den Ohren herabhängen (so wie Abends bei ihm) und stehe dann zusammen mit ihm vor dem Spiegel und lachen. Das alles mache ich nicht nur, damit er lächelt, lacht oder sich vor Lachen auf dem Boden kugelt, sondern, weil ich selber so viel lachen muß und solch eine kindliche Freude wie sonst nirgends empfinde.

Und für dieses innere Kind und natürlich auch für Julius und die Kindergeburtstagskinder, habe ich mir in den dickschädligen Kopf gesetzt ein Puppentheater zu bauen. So neben dem Arbeiten und dem Alltag und so. Eigentlich war nur das Anfangen schlimm (und fast wäre ich mit dem Holzzuschneider im Baumarkt was Trinken gegangen, weil der mir wirklich soo nett alles zugesägt hat), der Rest hat Spaß gemacht und konnte in vielen kleinen Schritten erledigt werden, wenn Söhnchen schlief.

Eine Gaudi war schon das Kasperlgeschichte-schreiben. 

Hier ein kleiner Auszug:

Kasperl: „Also ich warte auf die Gretel! Wir wollen nämlich zu Julius Geburtstagsfest...“
Ach, da kommt die Gretel ja!“

Gretel (kommt von rechts auf die Bühne): „Hallo Kasperl. Komm helf' mir mal. Der Korb für den Kindergeburtstag ist sehr sehr schwer.

Kasperl: „Was ist denn da drin?
Schaut hinein. Zieht eine Karotte heraus.
Kasperl:Ihhh, was ist das denn? (Zeigt es den Kindern) Und damit sollen wir zum Kindergeburtstag? (Zu den Kinder): „Mögt Ihr so was?“ (Wirft die Karotte im hohen Bogen weg)
Gretel: Komisch, wie kommt die denn da rein? (Kratzt sich am Kopf). Aber schau, was da noch drin ist.
Beide greifen in den Korb und zeigen die tolle Schokolade.
Beide: „Oh, lecker! Da ist gaaanz viel Schokolade drin!“

Beide schnaufen und ächzen, während sie den Korb in die Mitte der Bühne ziehen.

Gretel: „Jetzt bin ich aber müde. Komm Kasperl lass uns ein wenig ausruhen.“
Sie setzen sich hin RECHTS vom Korb hin....
Kasperl: „Ja, gut. Wir dürfen aber auf keinen Fall einschlafen, ja?“
Gretel: „Mhhh.“
...und schlafen kurz darauf ein.

...

Nun, die Aufführung mit 5minütiger Probe war ein voller Erfolg. Meine Schwester (alias Gretel und Krokodil) und ich (alias Kasperl und Räuber) haben uns weder die Arme verknotet, noch hinter der Bühne einen Lachanfall oder einen Krampf im Fuß bekommen; und es ist eng hinter so einer Kasperlbühne.

Aber am Abend bin auch ich müde, nach so viel kindischer Dollerei. 12 Stunden habe ich nach dem Kindergeburtstag geschlafen. Kind sein macht also auch müde. Ergo ist Kindsein und Erwachsensein gar nicht sooo weit voneinander entfernt.

Auf den Unfug und das Lachen! 

* * *

Samstag, 18. Januar 2014

crunchy jazzy funky grünkohl - nix für suppenkaspers











Wer mal raus will aus dem kulinarischen Wintereinerlei, aber beim Gedanken an grünen Salat anfängt mit den Zähnen zu klappern, für den ist dieser Salat genau das Richtige.

Vor einer Woche hatte ich so richtig Kohldampf auf Salat, ich brauchte mal Abwechslung von Kohl & Co, aß 2 Tage hintereinander Römersalat mit Gemüserohkost, fühlte mich saugut, aber fror ein paar Stunden später. Pöh!

Zu früh Frühling in der Küche gespielt und ich mußte wieder zum Kohl greifen. Aber meinem frierenden Ich wollte ich versuchen eins auszuwischen. Wär doch gelacht.

Einfach zum frischen Grünkohl, warmes Gemüse und schon sind die Füße warm und der Lust auf Frisches ebenso genüge getan.

Ich war gespannt wie der Grünkohl (meine absolute Premiere, ich habe noch nie in meinem Leben Grünkohl gegessen, weder war noch kalt) schmecken würde. Und siehe da, sehr lecker knackig, etwas nussig, in Kombination mit dem süßlichen warmen Kürbis, den gegarten Linsen und dem cremigen Feta ein Salat, der die Seele wärmt.

Der wird nochmal gemacht. Ist auch noch gaaanz viel Grünkohl und Kürbis da.

Ich bin ein Salatseppel - nix mit Suppenkasper! 

Und ihr? Seppel oder Kasper?