Sonntag, 22. Dezember 2013

mit schokoladen-und-pistazien-madeleines gegen den inneren schweinehund










 
Für meine alljährliche Weihnachtskarte habe ich mich mal von Tannen-und Piniengrün, Ilex und Gold inspirieren lassen – eine zauberhaft warme Stimmung aus dunklen Tönen, aus deren Ecken es mal nicht nach Zimt und Spekulatius duftet, sondern nach frisch gebackenen Madeleines umhüllt von weißer Schokolade, Kokos und Pistazien.

Die letzten Jahre habe ich das Weihnachtsshooting benutzt, um damit meine Kunden-Weihnachtskarte zu gestalten und meine Website-Startseite zu aktualisieren. Allerdings ist schon über viele viele Monate eine Neugestaltung meiner Website in Planung, zu der ich einfach nicht komme – bzw. sie vor mir herschiebe. Das Design steht schon längst, ich muß eigentlich "nur" noch aus hunderten und aberhunderten von Bildern die 20 oder 30 besten aussuchen. Verzweifel! Eine Arbeit, bei der ich nicht weiß, wo ich anfangen soll. Es ist also nicht immer von Vorteil viel Auswahl zu haben ;)

Oft wünsche ich mich heraus aus der digitalen Welt und hinein in einen Stapel meiner Foodfotos, die ich dann wunderbar auf dem Boden ausbreiten und hin- und herschieben kann, bis mir die Auswahl und Zusammensetzung gefällt. Am Rechner geht das leider nicht. Buhh!

Aber irgendwann werde ich meinen inneren, oberkritischen Schweinehund überwinden müssen, damit ich Euch endlich im Laufe des beginnenden Jahres mit einem Relaunch meiner Homepage überraschen kann.

Vielleicht könnt ihr mich ein bißchen antreiben und anspornen, damit ich einen Grund habe, mich endlich an diese leidige Bilderauswahl-Aufgabe zu setzen. Das wäre toll von Euch!! In der Zwischenzeit nasche ich ein oder zwei Madeleines und denke an echte Fotostapel. Hach!

Tausend Dank und einen schönen 4. Advent wünscht Euch Eure la petite cuisine

Montag, 16. Dezember 2013

von spekulatiuspopkorn im bett und dem geheimnis von weihnachtsliedern












"Du bist krank. Ich spiel Dir jetzt ein Lied!" 

 
Das 3. Adventswochenende hatte ich nur für mich. Hört sich toll an? Abwarten. Denn ich lag mit dem Magen-Darm-Sinusitis-Virus im Bett, der Julius die Woche davor ins Krankenhaus gebracht hatte, wo wir den 2. Advent verbracht haben. Weil's so schön war, haben wir einfach noch ein paar Tage drangehängt. Aber ich will mich nicht beschweren. Im Krankenhaus haben wir wirklich sehr liebe Bettnachbarn (Gold wert), Krankenschwestern (Doppelgold wert) und Ärzte gehabt und der Krankenhausclown kam auch. Genial! Das hat auch dazu geführt, dass Julius nicht nach Hause wollte...muß ich mir Sorgen machen?

„Kommt der auch zu uns nach Hause?“, tönte es da aus dem Krankenhausbettchen. „Nein, aber bald kommt doch das Christkind und außerdem kannst Du noch den Adventskalender aufmachen.“ Strahl. Mit solchen Tricks mußte ich mein Kind nach Hause locken.

Ich war auf jeden Fall froh wieder zu Hause zu sein denn zu Hause muß ich keine Flipflops in der Dusche tragen und die Küche ist nicht einen gefühlten Wohnblock entfernt.

Einen Tag später lag ich dann flach, war ja eigentlich auch abzusehen. Will keiner haben und wünsche ich auch keinem. Örrgs! Aber nach 4 Tagen habe ich mich wieder in die Küche getraut um den 2. und 3. ein bißchen Advent (ich geb zu ein etwas auf-Teufel-komm-raus) nachzufeiern. Das Tiramisu hab ich zwar verschenkt, aber das ein bißchen Spekulatius-Popcorn habe ich gaaanz vorsichtig im Bett genascht - bei der besten Tätigkeit, die man im Bett machen kann: Film schauen. Und zwar „Liebe kennt keine Ferien“. Ehrlich gesagt ist es jetzt nicht so ein tiefgreifender Film aber es war genau das richtige und lullte mich sehr schön in visuelle Weihnachtsstimmung. So schön, dass ich zweimal eingeschlafen bin. Das lag aber nicht am Film. Echt nicht, nur an mir. Ich glaube ich werde ihn mir nächstes Wochenende bei vollen Bewußtsein nochmal ansehen.

Während meiner Bettquarantäne habe ich aber noch eine andere Beschäftigung entdeckt. Meine schönsten Weihnachtslieder sammeln UND neue finden. Meines Erachtens liegt ja das Geheimnis von Weihnachtsliedern eben darin, dass man sie schon zig mal gehört hat und das sie eben dadurch den Effekt „Es ist Weihnachten“ im Großhirn auslösen. Denn das geschieht ja durch Erinnerung und Wiederholung. Traditionen wollen gepflegt werden. Natürlich kann jeder seine neuen Traditionen entstehen lassen mit neuen Weihnachtliedern, nur werden die nach 10 oder 20 Jahren auch irgendwann fad werden, oder eben auch nicht, sondern nur das schöne Gefühl von „Ach, es ist wieder Weihnachten“ entstehen lassen.

An meiner Liste läßt sich unschwer erkennen, dass ich zur Adventszeit am liebsten die alten Swing-Klassiker wie Dean Martin, Nat King Cole, Mel Torme und Frank Sinatra und Ella Fitzgerald höre. „Last Christmas“ darf natürlich nicht fehlen. Aber wie angekündigt, habe ich auch Neues bzw. Neuinterpretationen entdeckt, u.a. von Tom Gäbel und the „one and only“ Amy Winehouse. Letztes wird zu meinen altbewährten Liedern hinzugefügt und wenn ich an Heilig Abend ins Winter Wonderland fahre, werde ich genau dieses CD hören und mir dabei gaaanz viel Schnee wünschen. 

My Christmas Playlist:
1. Dean Martin: Winter Wonderland
2. Nat King Cole: Cheastnuts roasting on an open fire
3. Dean Martin: Out in the cold again 
4. Frank Sinatra: Santa Claus is coming to town
5. Dean Martin: Let it snow
6. Bing Crosby: White Christmas
7. Dean Martin: Rudolph the red nosed reindeer
8. Dinah Washington: Silent Night
9. Dean Martin: Baby it's cold outside
10. Amy Winehouse: I saw mommy kissing Santa Claus
11. Dean Martin: Christmas Blues
12. Tom Gäbel: Have yourself a merry little christmas
13. Wham: Last Christmas
 14. Jingle Bell Rock

Habt eine schöne Woche! 
 
                        

Mittwoch, 4. Dezember 2013

erster advent und heisse suppe auf dem sofa












 
Ruhe kehrt ein, wenn ich diese Suppe essen, denn diese Suppe esse ich mit Genuss alleine. Zwar nicht am Tisch, wie sich das gehört, sondern auf dem Sofa. Ich bin jetzt grad auch keine Mama, sondern eine, die es sich auf dem Lammfell auf dem Sofa bequem macht, die ihre kalten Füße unter die Kissen steckt, und die laut schlürfend Suppe isst. Denn die ist heiß und scharf! Hauptsächlich deswegen esse ich sie auch alleine, denn irgendwie ist mir der Cayennepfeffer ausgerutscht und erst dachte ich mir noch nichts dabei, bis ich die Suppe kostete...Aha! Schön scharfes Süppchen, die Sahne hat nicht so viel gebracht, also empfehle ich Euch beim Cayennepfeffer Vorsicht walten zu lassen. Aber so alleine essen ist auch mal schön, denn dann fallen Dinge weg wie zehnmal Aufstehen bei Gemütsäußerungen wie „Ich hab Durst“, „Ich möchte noch einen Toast“, weitere zehnmal Aufstehen für andere Dinge wie Serviette holen um den Mund abzuwischen oder „Ich muß Pipi-Helfen-beim-Hose-aufmachen-ecetera“ und Sätze wie „Bitte setz Dich hin“ oder „Teilen-wir-das-Frühstücksei-ja-oder-nein-Diskussionen“. Ich muß nicht reden beim Suppeessen und auch nicht aufstehen. Luxus!

Und das wollen wir doch eigentlich alle sehnlichst im Advent. Verschnaufen. Ausatmen und Einatmen ohne in Atemnot zu geraten. Innenhalten. Besinnlich werden. Den Duft von abgebrannten Streichhölzern und Weihnachtsbäckereien wahrnehmen und geniessen.

Advent ist heute nicht mehr die stillste Zeit im Jahr, dass sage ich jetzt ohne moralisch werden zu wollen, ich nehme mir auch immer recht viel vor, manchmal denke ich, es ist ein bißchen wir vor einer Geburt (hahaha) – alle wollen einen „noch sehen“ und „dies und das mit einem unternehmen“, als würde man „danach“ nicht mehr existieren. ;) So ist das auch im Advent, man will bis Weihnachten (also in drei Wochen) tausend Dinge machen, die man in seinem Geiste mit einem schönen Weihnachten verbindet und das ist meist zu viel des Guten. Was kann man dagegen tun? Ich werde wieder mal in mich gehen und versuchen, etwas (!) ruhiger und gelassenen zu sein, weniger (mit dem Kind) schimpfen, weniger Ungeduldigsein, weniger Hetzen, der Stille nachhorchen (ich liebe Stille!) und:

Ich werde mir in den kommenden drei Wochen ein paar mal den Luxus gönnen und alleine essen, denn dann kann ich das Essen wahrlich mehr geniessen - auch wenn ich Essen in Begleitung meines kleine Sohnes sehr liebe, wie ich das hier angedeutet habe.

Macht's Euch gemütlich!

***

Donnerstag, 28. November 2013

DAS ERSTE KOCHBUCH - Ich hol' jetzt mal den Crémant aus dem Kühlschrank!


Gestern ging es in den Druck. Das Buch der Bücher! Zumindest für mich. Daylicious – 1 Tag 5 Blogs 50 Rezepte 1000 Ideen
So aufregend! 
 
Es fing ja schon viel früher sehr aufregend und vielversprechend an, denn im März rief mich der Umschau Verlag an und fragte mich, ob ich an einem Kochbuch-Projekt mitwirken wolle. Oh, Mann, ja klar! 

Aufregend war dann auch die Vertragsunterzeichnung im Juni. Das erste Kochbuch, zusammen mit 5 anderen wunderbaren Bloggerinnen – aber dazu gleich mehr.

Ein Jammer, dass ich diese geilen Neuigkeiten im Sommer nicht mit Euch teilen konnte. Dafür aber jetzt. Und das ist mindestens genauso aufregend: zu hören, was Ihr dazu sagt! Manche, die mir auf Facebook folgen, wissen es zwar schon, aber nicht alle sind Facebook-affin, was ich sehr gut nachvollziehen kann.

So, genug erzählt! 

Tata!! Das ist das Cover: 


So, jetzt ist es kein Geheimnis mehr. Die Crème de la Crème (*Augenzwinker*) hat sich wahrlich ins Zeug gelegt, um auf 160 krassen Seiten 50 grandiose Rezepte und einiges mehr von Früh bis Spät auf den (Foto)tisch zu bekommen.

Rike von lykkelig 
...isst gerne Käsebrote, fährt viel Fahrrad und backt Sonntags im Schlafanzug

Jessica von Törtchenzeit
...verreist sehr gerne, liebt ihren Hund Jupp und geht nicht ohne Nagellack und Dutt aus dem Haus

Lisa und Julia von Liz & Jewels 
Lisa mag Ranunkeln und ofenfrisches Brot, Julia liebt Brooklyn und die Farbe Petrol

Dani von Klitzeklein 
...schaut gerne Woody Allen Filme, aber keine Gruselfilme, trinkt Abends immer ein Glas Milch

Zuviel darf ich auch aber auch jetzt noch nicht verraten. Aber es gab im Sommer viel Leckeres zu essen:

 
und es würde viel gekrümelt und gekleckert:



Für diejenigen, die das Buch gerne zu Weihnachten verschenken möchten, können diesen Gutschein als pdf ausdrucken. Am 7. Januar 2014 ist das dann soweit. Das Kochbuch wird im Buchhandel erhältlich sein. Hier kann man es auch vorbestellen.
  
DAYlicious Gutschein_small
Hier noch die Hardfacts:

DAYlicious
1 Tag, 5 Blogs, 50 Rezepte, 1000 Ideen

Julia Cawley, Ulrike Dittloff, Jessica Hesseler,
Daniela Klein, Lisa Nieschlag, Susanne Schanz

160 Seiten, 19 x 25 cm
Hardcover
EUR (D) 19,95

ISBN 978-3-86528-690-1


 W votre la petite cuisine trés chanceux oder so ähnlich  W









Montag, 18. November 2013

ein paar gedanken zum falschen hasen








Die kulinarische Namensnennung ist zuweilen ein äußerst amüsantes Kapitel deutscher Esskultur. Man denke nur an so poetische Namen wie Arme Ritter, Strammer Max, Äpfel im Schlafrock, Kalter Hund oder Ente, Kirschenmichel, Hackepeter, Nonnenfürzle, Scheiterhaufen, Halve Hahn, Ofenschlupfer, Kohl und Pinkel, Hot Dog, Schlosserbuam, Husarenkrapferln und so weiter. Bei einigen davon krieg ich schon beim Lesen 'ne pelzige Zunge.

Ich mag es gern, wenn das Essen auf meinem Teller schön aussieht und ich mag es auch gerne wenn Gerichte einen wohlklingenden Namen haben. Ofenschlupfer und Nonnenfürzle möchte ich nicht bestellen müssen. Ich finde es auch manchmal peinlich beim Bäcker die phantasievollen Namen wie Leckerling oder Weltmeisterbrötchen, Kornknirps, Wurzelzwerg, Bambino Integrale, Br(e)ad Pitt (hahaha) auszusprechen. Ich krieg das meistens nicht über die Lippen, zeige mit dem Finger drauf und bekomm' garantiert das falsche Brötchen.

Zurück zum Essen. Falscher Hase oder Hackbraten finde ich echt unsexy. Selbst wenn es mir widerstrebt von sexy oder unsexy Essen zu sprechen. Versteht mich nicht falsch, ich brauche jetzt auch keine überkanditelten Namen wie etwa Farce vom Rind und Schwein an Parmesankartöffelchen.

Der ein oder andere mag jetzt vielleicht denken: die ist aber pingelig. Ist doch nur ein Namen. Eben! Und ein Name stellt bei mir im Kopf so einiges an. Ich will nicht an Dinge denken müssen, die mit dem Essen in meiner Hand oder in meinem Mund nichts zu tun haben. Ich will einen normalen, schönen Namen, der das besagt, was es ist. Der das Essen würdigt, wie es ist, weder beschönigend, noch veralbernd.

Das ist sicher alles Geschmackssache, wie so vieles, und die Toleranzgrenze liegt bei jedem woanders.

Ging mir nur so durch den Kopf als ich dieses Fleischdingens in den Ofen schob. Ja, wie nennt man das bloß? Ich hab etwas nachgedacht über den Falschen Hasen und der einzige Name, der in meinem Ohren nicht klingelte war letztendlich „Faschierter Braten“. 

Guten Appetit!

* * * 

 
-->
Arme Ritter. Weißbrotscheiben, goldgelb gebacken ein süßer Eiermilch

Kalter Hund/Ente. Süßspeise aus geschichteten Butterkeksen und Schokoladencreme in Kastenform

Strammer Max. Mischbrot mit Schicken und Spiegelei

Hackepeter. Hackfleisch vom Schwein, fertig gewürzt. Für den Rohverzehr auf einem Brötchen.

Nonnenfürzle. Schmalzgebäck aus Brandteig aus dem Schwabenland.

Scheiterhaufen. Das Gleiche wie Ofenschlupfer.

Halve Hahn. Rheinisches Roggenbrötchen mit Käse.

Ofenschlupfer. Ähnlich wie arme Ritter, aber noch mit Zimt, Mandeln und Rosinen. Aus dem Ofen.

Kohl und Pinkel. Bremer Spezialität, bestehend aus Grünkohl und Pinkel, eine grobe Grützwurst.

Schlosserbuam. Mehlspeise mit Zwetschen, Zimt und Zucker. Dazu Vanillesauce.

Husaenkrapferln. Weihnachtsplätzchen gefüllt mit rotem Marmeladengelee.


Freitag, 1. November 2013

geister vertreiben














Gesammelte Kochrezepte meiner Großmutter




Manchmal meint man nichts zu essen zu haben sei besser als Trockenbrot. Manchmal wünscht man sich lieber trockene alte Krümel als gar nichts zu Beißen. Der Mensch, das zwiegespaltene Wesen.

Es gibt Momente im Leben, in denen man zwar nicht seine Entscheidung anzweifelt, aber in denen man überlegt ob eine eine schlechte Beziehung keiner vorzuziehen wäre...wie gesagt: man überlegt, man setzt nicht um.

Die dunkle Jahreszeit fördert Grübeleien. Es wird früher dunkel, genau genommen um halb sechs Uhr Abends, es wird kühler, man stellt die Heizung an, macht Tee, zündet Kerzen an, zieht dicke Socken über kalte Füße und so fort. Der Körper will es schön warm haben. Man hält sich mehr drinnen als draußen auf und dann merkt man nach dem ganzen Sommer, in dem man draußen rumgeturnt ist, dass man zuhause alleine sitzt. Keiner da zum Austausch über den Tag, selbst wenn er im Streit mündet. Hört sich armselig an? Aber ist es nicht so, daß viele einander nicht verlassen können, aus Angst vor dem Alleinsein, vor dem sich Auseinandersetzen, vor der Einsamkeit?

Ich wollte nicht einsam zu zweit sein. Dann lieber allein allein.

Der Schmerz kommt in Wellen. Wenn man jemanden verliert gibt es schlechte Tage, doofe Tage, gute Tage und himmelhochjauzende Tage, an denen es einem nie besser ging. Ja, so ist das. Die schlechten Tage werden weniger, die guten mehr. Es ist nur alles eine Frage der Jahreszeit. Und die jetzige ist definitiv dazu da alte Geister zu vertreiben.

Allerheiligen, der Tag um Abschied zu nehmen, um zu trauern. Im Gedenken an die Verstorbenen. Ich sehe das auch Metaphorisch.

Am 1.11. besucht man Friedhöfe, ein Ort der vollkommen Ruhe, schmückt Gräber und zündet Kerzen an, sogenannte „Seelenlichter“. Dieses Licht soll die Seelen wärmen und böse Geister vertreiben. Nicht umsonst kommt aus den USA bzw. ursprünglich aus Irland der Brauch zu Halloween, also vom 31.10 auf den 1.11., einen Kürbis mit Fratzengesicht und Kerze aufzustellen. Abgeleitet von „All Hallows Eve(ning)“, also Abend vor Allerheiligen, hat Halloween heute nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Gedanken zu tun, es ist ein heiteres Fest an dem ausgelassen gefeiert wird.

Besondere kulinarische Bräuche gibt es zu Allerheiligen und Allerseelen nicht. Aber in Süddeutschland und Österreich wird am 1. November Seelenbrot oder auch Allerheiligenstriezel gebacken, meist in Form eines geflochtenen Zopfes. Der Brauch hat seine Wurzeln in antiken Trauerkulturen, als man sich die geflochtenen Haare abschnitt, um Trauer auszudrücken.

Das Gelingen des Backwerks war regional mit einem Aberglauben verbunden. Ging der Teig auf, bedeutete dies Glück und Erfolg für das kommende Jahr. Demzufolge wird das nächste Jahr ein Bombenjahr, denn der Striezel ist im Ofen grandios aufgegangen. Aber wie schon gesagt, vor dem neuen Jahr muß ich nur noch die Geister vertreiben. Und nach getaner Arbeit hau' ich mir den Bauch mit Allerheiligenstriezel voll. Denn Trockenbrot und alte trockene Krümel sind auf Dauer nichts für mich.


Eure la petite cuisine