Freitag, 21. Dezember 2012

good news! 2013: shoot the food in hamburg


Wir haben einen neuen Termin für Euch! Am 11. Mai 2013 ist Shoot the Food in Hamburg und wird in der Tarterie St. Pauli mit Euch workshoppen. 

Wer also noch nicht die Gelegenheit hatte und umbedingt dabei sein will der kann sich anmelden unter shootthefood@web.de. Nähere Infos zu Inhalten, Kurgebühr u.a. unter shootfood.wordpress.com.


Wir freuen uns auf Euch! 

Jeanny & Susanne

Dienstag, 18. Dezember 2012

oh, tannenbaum - ein paar gedanken zum baum der bäume bei mousse au ovomaltine mit salzstangenkrokant
















Oh, du armer Tannenbaum! Ich habe tiefes Mitgefühl mit Dir. Zwar wächst Du im Kreise Deiner Brüder und Schwestern auf, doch nur um des Zieles willen, eines heiligen Tages, im Wohnzimmer irgendeines Menschen zu stehen, zum Beispiel in dem unseren. Das ist schon bitter, oder? Und bis es soweit ist stehst Du meist mutterseelenallein in der Garage, auf dem Balkon oder Terrasse rum, bis sich jemand Deiner annimmt und Dich für Deinen großen Tag rausputzt. Dann strahlst Du wunderschön, wenn Kinderaugen leuchten und die Großen feuchte Augen vor Rührung bekommen. Dann gibt es noch die zwei ganz netten Tage danach im Kreise Deiner neuer „Familie“. Und dann? Dann schaut Dich keiner so recht mehr an. Weihnachten ist schließlich vorbei. Man steuert geradewegs auf die beste Silvesterparty. Du trocknest so langsam vor Dich hin, Deine Zweige hängen immer mehr trübe zu Boden, bis bei jedem leichten Luftzug die dicke Weihnachtskugel sachte über den Boden kratzt.

Bei den meisten Menschen hat ein Weihnachtsbaum nach Weihnachten nichts mehr zu suchen. Spätestens in den ersten Januarwochen liegt er neben der Mülltonne für den Abtransport bereit oder wird für Werbespots rüde aus den Fenstern geworfen. Manche behalten ihn aus traditionellen christlichen Gründe bis Mariä Lichtmess in ihrem Heim, aber er ist dann wirklich ein trauriger Anblick. Im schlimmsten Fall befinden sich 60 Prozent der Nadeln auf dem Boden und so nackig kriegt man das pure Mitleid mit dem Kerl. Also doch im Januar auf die Straße damit.

Nun, damit kein falscher Eindruck entsteht: ich könnte und möchte Weihnachten nicht ohne Tannenbaum sein. Und ich möchte auch keinen bedruckten Leinenstoff an meine Wand tackern müssen. Die Tradition des Tannenbaum-in-Stuben-Stellens aus dem 19. Jahrhundert ist mittlerweile tief in unserem christlichen Fest verankert. Ohne Tannenbaum will eigentlich keiner feiern.

Ich finde, dass die Amerikaner (wenn sie keinen Plastiktannenbaum aufstellen) eine schöne Tradition haben: sie stellen ihre Bäume schon Anfang Dezember in ihre Wohnräume. Da kann er dann einen ganzen Monat in voller Pracht stehen und in der heimeligen und adventlichen Stimmung bekommt der geschmückte Baum die volle Aufmerksamkeit. Wir machen das auch schon so seit ein paar Jahren. Zwar schaffen wir es meistens nicht Anfang Dezember, aber allerallerspätestens am 3. Advent steht er da und leuchtet. Übrigens in unser Schätzchen dieses Jahr eine echte Wucht. So schön gewachsen habe ich beschlossen ihn nur ganz dezent zu schmücken, um seiner Natürlichkeit willen.

Wer beim Tannenbaumkauf die Stammspäne vom Schneiden mitnimmt, kann sich den Wald- und Tannenduft mit in die Wohnung holen. Zusammen mit Tannenzweigen und Zapfen duftet es ganz wunderbar. Auch im Kamin verfeuert, breitet sich dieser angenehme Duft aus und knistert schön im Feuer.

Und unser Baum darf noch einen anderen Zweck erfüllen, als im Dezember rumzustehen, nämlich beim ersten Winterlagerfeuer das Feuer zu entfachen. Das prasselt es schön! Und er muß nicht mit samt allen seinen vertrockneten ebenso kahlen Kollegen auf der Müllhalde liegen.

Freitag, 14. Dezember 2012

drei haselnüsse für aschenbrödel und ein website weihnachtsshooting














Ich hab ja schon ordentlich weihnachtlichadventlichwinterlich geschmückt, hab gebacken, gebastelt und gekocht und war schon recht fleißig, wenn ich's mir so recht überleg'.

Nur meine Website hat noch kein Weihnachtsmäntelchen umgelegt bekommen. Dabei stand das Thema und die Farbwahl schon fest, als es noch nicht mal Nikoläuse im Supermarkt zu kaufen gab. Aber bis mich dann die Muse und die Zeitfee küsste, die ja nie da ist, wenn man sie braucht, sollten noch einige Wochen ins Land gehen.

Ich wollte es ganz schön snowy und frosty haben, in Anbetracht meines vom letzten Jahr ungestillten Schneebedarfs, also fand ich winterblau und weiß eine passende Farbwahl. Um dem Ganzen etwas Wärme zu geben, kam etwas Holz dazu.

Und fertig ist meine gemütlich heimelige Schnee- und Eiswelt, inspiriert von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, der zauberhaften tschechischen Wintermärchenverfilmung von 1973, die ich mir als Kind jedes Jahr im Fernsehen angeschaut habe. Bei mir bekommt Aschenbrödel aber nicht nur  drei verzauberte Haselnüsse, sondern auch reichlich Weihnachtskekse und Geschenke.

Nun ist die Website fertig (fotografie-schanz.de) und dies sind die weiteren Fotos rund um das Winter-Weihnachts-Thema. Habt noch einen kuscheligen Dezember und lasst Euch am Wochenende von einer wollewattewinterweißen Landschaft wecken (oder träumt davon). 



Donnerstag, 13. Dezember 2012

als das zdf bei mir anrief - weisse schoko kürbis brownies mit mir im fernsehen




alle Fotos: Anja Klingen

Irgendwann im November, ich stand gerade im Supermarkt in der Gemüseabteilung, klingelte mein Handy, welches ich ausnahmsweise mal dabei hatte, ausnahmsweise hörte und welches ausnahmsweise aufgeladen war. Ich nahm ab.   

Stimme: „Hallo Frau Schanz. Hier ist Anja Klingen vom ZDF!“

Mein Kopf: Das Z-D-F. Das Zweite Deutsche Fernsehen! Ruft bei mir an!!

Ich: „Ich steh grad im Supermarkt.“

Mein Kopf: Super Text.

ZDF: „Wir planen die Reihe „Weihnachtsbäckerei“ und wollten fragen, ob Sie Interesse hätten ein Rezept von Ihnen vorzustellen und zu zeigen, wie Sie das dann fotografieren?“

Ich: „Ja, das hört sich toll an. Wann soll das denn stattfinden?“

Mein Kopf: Yeah, yeah, yeah.

ZDF: „So in zwei Wochen und im Dezember soll es gesendet werden. Könnten wir bei Ihnen drehen?“

Mein Kopf: Ok. Was backe ich, was ziehe ich an, wie lange brauch' ich um die Küche zu putzen und kann ich backen, in die Kamera oder sonstwo hinschauen, mich nicht bekleckern, nett lächeln und was Schlaues sagen?“

Ich: „Ja. Aber ich hab so was noch nie gemacht. Ich meine VOR der Kamera stehen.“

ZDF: „Ach, machen Sie sich keine Sorgen. Wir nehmen uns einfach viel Zeit.“

Mein Kopf: Wenigstens nicht live. Da wär' ich davongelaufen.

Ich: „Ok, dann besprechen wir alles weitere, wenn ich hier fertig bin.“

ZDF: „Wunderbar. Bis später.“

Ja, so kam das, dass das ZDF bei uns in der Küche stand und filmte. Ganz schön aufregend! Als dann am 26. November um 11 Uhr die Kamera stand, das Licht eingerichtet und das Mikro an mir befestigt war, war ich bei der ersten Frage von Anja Klingen 'Warum die weissen Schoko-Kürbis-Brownies mein Lieblingsrezept sind', schon leicht überfordert. Was antwortet man auf so eine Frage? Weil ich weisse Schokolade mag? Weil das Kürbis UND Schokolade drin ist? Das ist Problem, wenn man besonders clever rüberkommen will, es kommt genau das Gegenteil dabei raus.

Lange Rede, kurzer Sinn: Als die ersten Hürden genommen waren, lief alles wirklich wunderbar. Und nach einer Weile vor der Kamera, in die man NICHT reinschauen soll, sondern die „Gesprächspartnerin“, hab ich richtig Spaß daran gefunden. Echt jetzt.

Morgen ist es nun so weit, der Beitrag wird am Freitag, den 14.12.2012 ab 12:00 im ZDF ausgestrahlt. Ich hoffe, dass ich mich so ganz real im Fernsehen nicht arg schrecklich finde, so schrecklich wie ich schon meine Stimme auf einem Anrufbeantworter finde. Wenigstens hatte ich keinen Teig an der Brille – hoffe ich zumindest. In der Aufregung kann man so was schon mal übersehen.

Viel Spaß beim Schauen!
Eure la petite cuisine


Sonntag, 9. Dezember 2012

die nacht in den zweiten advent - mit viel crostata di chai - oder wie ich nicht journalistin wurde











Blog-Premiere! Alles was ich heute an Text oder vermeintlichen Wörtern, Sätzen, was sag ich, Buchstaben, zusammenkriege ist ganz furchtbar ungenießbar! So ungenießbar, dass ich meinen Bildschirm am liebsten zusammenknüllen und in die Ecke werfen würde. Vor allem fühle ich mich das erste Mal, seit Beginn dieses Blogs, zurückversetzt in die Zeit als ich für eine Kölner Tageszeitung schrieb. Es waren damals oft endlose Nächte vor dem Rechner in einem großen leeren Gebäude, in denen jeder Satz sich rausquälte wie eingetrockneter Ahornsirup. Stunden später, am nächsten Morgen, nicht selten mit rotunterlaufenden Augen, waren die kleinen Artikel fertig und ich ahnte schon während meines Studiums, dass ich in diesem Beruf nicht glücklich werden würde und vor allem zu wenig Schlaf bekäme. Als meine (wirklich sehr nette und geduldige) Chefredakteurin eines Tages sagte: „Frau Schanz, wir sind eine Tageszeitung und keine Wochenzeitung“. War die Sache klar: no more writing for the Kölner Stadt-Anzeiger oder andere Blätter. Es sollten allerdings noch ein paar Jahre vergehen, bis ich den Weg zur Kamera fand. Ein Segen für mich und für die leitenden Redakteure.

Sicher kennen diejenige, die einen Blog haben oder anderweitig schreibend unterwegs sind, dieses Phänomen, wenn sich das weiße Blatt nicht füllen will. Gähn! Im nicht so guten Falle kann sich das zu einer Neurose auswachsen. Schüttel!

Und wie ich so diesen ganzen Frust reinigend herunter schreibe, merke ich klammheimlich, dass diese Schreiberei nichts mehr, aber auch gar nichts mehr mit dem Thema zu tun hat, mit dem ich vor zwei Stunden begonnen habe. Nichts steht bisher hier von dem köstlich duftenden und heißen Getränk, dem Chai-Tee, der uns mit seiner Gewürzmischung, bestehend aus Kardamon, Zimt, Pfeffer, Ingwer und Nelken mitten in unsere Weihnachtsbäckerei führt. Denn auch hier treffen wir diese feinen, und auch so kräftigen, teils scharfen Gewürze an. Diesen Gewürz-Milch-Tee, den wir hier in unseren Landen, oft als Sirup, Eiskaffee, Kakaomischung oder ähnlichem antreffen, hat mich zu einem Kuchen inspiriert. Und was für einen.

Neben den Gewürzen und der cremigen Konsistenz der Füllung und dem ganz leicht salzigen Teig als Kontrast, knackt die Zuckerkruste ganz fein und leise. Als würde man auf frisch gefallenen Schnee gehen.

Einen schönen zweiten Advent und stets gut gefüllte Seiten wünscht Euch
Eure la petite cuisine  

Donnerstag, 6. Dezember 2012

nikloaus








Heute haben wir Nikolausplätzchen mit Zitronenglasur gebacken, oder auch "Kekse mit Sauce", wie Julius sagt. Die schönen alten Plätzchenausstecher habe ich in den letzten Jahren auf Flohmärkten zusammengesammelt und machen sich ganz wunderbar als Nikolaus-Weihnachtswald.  

Ich hoffe, Ihr wart alle recht artig...wer nicht, kann vielleicht mit einem aufgesagten Gedicht noch was reissen. "Knecht Ruprecht" von Theodor Storm geht immer und Nikolaus ist besänftigt - bis nächstes Jahr.  

Habt einen schönen Nikolausabend!