Blog-Premiere! Alles was ich heute an
Text oder vermeintlichen Wörtern, Sätzen, was sag ich, Buchstaben,
zusammenkriege ist ganz furchtbar ungenießbar! So ungenießbar, dass
ich meinen Bildschirm am liebsten zusammenknüllen und in die Ecke
werfen würde. Vor allem fühle ich mich das erste Mal, seit Beginn
dieses Blogs, zurückversetzt in die Zeit als ich für eine Kölner
Tageszeitung schrieb. Es waren damals oft endlose Nächte vor dem
Rechner in einem großen leeren Gebäude, in denen jeder Satz sich
rausquälte wie eingetrockneter Ahornsirup. Stunden später, am
nächsten Morgen, nicht selten mit rotunterlaufenden Augen, waren die
kleinen Artikel fertig und ich ahnte schon während meines Studiums,
dass ich in diesem Beruf nicht glücklich werden würde und vor allem
zu wenig Schlaf bekäme. Als meine (wirklich sehr nette und
geduldige) Chefredakteurin eines Tages sagte: „Frau Schanz, wir
sind eine Tageszeitung und keine Wochenzeitung“. War die Sache
klar: no more writing for the Kölner Stadt-Anzeiger oder andere
Blätter. Es sollten allerdings noch ein paar Jahre vergehen, bis ich
den Weg zur Kamera fand. Ein Segen für mich und für die leitenden
Redakteure.
Sicher kennen diejenige, die einen Blog
haben oder anderweitig schreibend unterwegs sind, dieses Phänomen,
wenn sich das weiße Blatt nicht füllen will. Gähn! Im nicht so
guten Falle kann sich das zu einer Neurose auswachsen. Schüttel!
Und wie ich so diesen ganzen Frust
reinigend herunter schreibe, merke ich klammheimlich, dass diese
Schreiberei nichts mehr, aber auch gar nichts mehr mit dem Thema zu
tun hat, mit dem ich vor zwei Stunden begonnen habe. Nichts steht
bisher hier von dem köstlich duftenden und heißen Getränk, dem
Chai-Tee, der uns mit seiner Gewürzmischung, bestehend aus Kardamon,
Zimt, Pfeffer, Ingwer und Nelken mitten in unsere Weihnachtsbäckerei
führt. Denn auch hier treffen wir diese feinen, und auch so
kräftigen, teils scharfen Gewürze an. Diesen Gewürz-Milch-Tee, den
wir hier in unseren Landen, oft als Sirup, Eiskaffee, Kakaomischung
oder ähnlichem antreffen, hat mich zu einem Kuchen inspiriert. Und
was für einen.
Neben den Gewürzen und der cremigen
Konsistenz der Füllung und dem ganz leicht salzigen Teig als
Kontrast, knackt die Zuckerkruste ganz fein und leise. Als würde man
auf frisch gefallenen Schnee gehen.
Einen schönen zweiten Advent
und stets gut gefüllte Seiten wünscht Euch
Eure la petite cuisine



























































