Freitag, 9. November 2012

NEU: shoot the food in karlsruhe


Virginia Horstmann von zuckerzimtundliebe und ich freuen uns sehr Euch einen brandneuen Workshop-Termin anbieten zu können:

Shoot the Food kommt nach Karlsruhe 
und zwar am

20.04.2013

Im Kesselhaus, einem 1899 erbauten Fabrikgelände, dass 1910 wunderschön restauriert wurde und heute als Restaurant geführt wird, werden wir einen wunderschönen Tag voller Tipps und Tricks rund um die Foodfotografie,  Kameratechnik und das Foodstyling verbringen. 

Wir freuen uns sehr auf Euch! 

Weitere Informationen findet Ihr unter 
www.shootfood.wordpress.com
www.facebook.com/shootthefood  


Donnerstag, 8. November 2012

heisse nudelsuppe mit hühnerhackbällchen oder schnupfen-weg-suppe









Eigentlich hatte ich ja schwer angenommen, dass mich meine letzte elendlange Erkältung, die etwa zehn Tage zurück liegt, für das restliche Jahr von jeglichen Virenattacken befreien würde. Nix da. Wunschdenken.

Nun liege ich da und hadere schon wieder an meinem ganz persönlichen Mistdrecks-Schnupfen-Dilemma. Ich weiß, es will ja eigentlich keiner hören, wenn's einem schlecht geht, aber ich muß das jetzt einfach mal schreiben. Schreiben tut gut oder wie war das. 

Es ist wirklich nicht schön wenn man schniefend im Bett hängt und man nicht weiß, ob man schnell genug an ein Taschentuch kommt, bevor sie ins Unendliche läuft. Erkältungsschnupfen kombiniert mit allergischen Schnupfen ist echt wie Beulenpest. Neben den Niesanfällen, läuft die Nase und ist trotzdem tierisch verstopft. Dabei juckt sie auch noch wie Hölle. Die Augen übrigens auch und sind rot dabei. Zur Bekämpfung gibt's in wahlloser Reihenfolge Schmerztabletten gegen, ach hatt' ich ganz vergessen, Ohrenschmerzen, wegen dem Druck auf den Ohren, diverse homöopathische Mittel, Hustenlöser und Nasenspray. Dazwischen Ingwertee mit Honig und Thymian-Inhalation. Den Rest des Tages verbringe ich im abgedunkelten Zimmer, damit ich nicht mehr als zehn Mal in Folge niesen muß. Das einzige, was mich in den Phasen wirklich interessiert ist: Wann kann ich wieder Nasenspray in die Nase jagen und wie oft hab ich denn schon? Das ist traurig. 

Ja, es ist ein Jammer. Ich denke jedes Mal, so werde ich sterben. Niesend. Ein Nies-Infarkt oder so. Aber wie es immer so im Leben ist, es kommen bessere Tage. So auch dieses Mal. Nach 5 Tagen Fegefeuer werde ich wieder in die Welt hinausgespukt und kann, wenigstens durch ein Nasenloch atmen, immer im Wechsel. Das ist doch mal ein Fortschritt. 

Um Euch nicht gänzlich mit negativen Schnupfen-Gedanken in den Donnerstag zu entlassen gibt's zur Stärkung ein heisses Nudelsüppchen mit grandiosen Hühnerhackbällchen. Damit kann man nur genesen...Soulfood at its best! Schmeckt auch ohne Schnupfen ;)

P.S. Hoffentlich darf ich bald wieder telefonieren, ist so langweilig im Bett ;), denn wie meinte meine Schwester vor zwei Tagen: "Du sprichst so nasal. Ich versteh Dich so schlecht mit der verstopften Nase. Wir können ja in ein paar Tagen noch mal telefonieren, ja?" 

?!?!

Danke. Große Schwestern. Grausam und brutal. 

Donnerstag, 1. November 2012

my little late british halloween

























Man sagt ja von den Briten, dass sie recht pünktlich seien. Was man von mir nicht behaupten kann. aber ich bin ja auch keine Britin. Das führt leider auch dazu, das mein geplanter Post über englisches Halloween etwas verspätet daherkommt. Aber auch wenn ihr jetzt keinen am 31. Oktober pünktlichen Halloween-Post sehen konntet, so denke ich, dass hier auch Rezepte dabei sind, die auch noch im regenreichen und kalten November ihre Daseinsberechtigung haben.

Irgendwie, so dachte ich vor einigen Tagen, passt so ein Halloween auch wunderbar ins regennasse (England verbinde ich immer mit Regen und kalten Füssen) London und zu irgendwelchen alten düsteren Landsitzen, wo man jetzt auf die Jagd geht und später um 5 Uhr eine Tee und einen wärmenden Brandy im Salon oder Herrenzimmer trinkt. Bei diesen ganzen schönen klischeebehafteten Bildern muß ich unweigerlich an Arthur Canon Doyle und Holmes denken und ebenso an Agatha Christie und meinen geliebten Hercule Poirot (auch wenn der Belgier ist). Das Schöne ist, dass man sich bei diesen Filmen oder Büchern so gepflegt minimalgruseln kann. Und außerdem muß ich weder Schneehühner jagen noch kalte Füsse beim Spazierengehen bekommen, bevor ich es mir einer Tasse Tee und Crumpets (Rezept aus dem tollen Kochbuch: Alison Walker: Country Cook's Kitchen) oder Sandwiches gemütlich mache. Die Welsh Rarebits sind aus Ed Baines "Brit Cuisine".

Eine wunderbare Abrundung nach einem anstrengenden Tag auf dem Sofa ist dann der Genuß des Entenconfits (ein mit Wacholderbeeren, Pfefferkörnern, Thymian, Knoblauch und Meersalz über Nacht gepökeltes Geflügel), dass so hervorragend zu Kartoffelpüree passt.

Zum Abschluss gibt’s dann noch eine Folge - sehr passend: The Mystery of the Hunter's Lodge (dt. Das Geheimnis des Jagdhauses) mit einem Kügelchen Kürbiseis (aus: Linda Tubby: Eis für Geniesser) und Brandy-Schlagsahne.

So könnte ein wunderbarer Tag aussehen. Viel Spaß noch beim Nachgruseln...

Eure The little kitchen (frz. La petite cuisine)
  

Freitag, 19. Oktober 2012

herbstglück mit apfel-zimt-streusel-käsekuchen-stückchen und karamellsauce



















Es gibt Tage, die wollen nicht. Oder ich will nicht mit ihnen. Da ist jedes Telefonklingeln zuviel. Die Butter ist zu hart. Man stolpert einmal zu oft über den Autoberg im Flur. Der Schuh geht nicht zu und dann klemmt einfach der ganze Tag. Aber es gibt auch bekanntlich andere Tage, an denen mich eine aus den Angeln gefallene Backofentür kalt läßt. Ja, solch Tage gibt es. Sehr amüsiert stand ich da mit der Backofentür in der Hand, als ich diese öffnen wollte, um den Kuchen hineinzuschieben. Das Ganze war so komisch, dass ich lachen mußte. (An einem anderen Tag wäre das wohl eher in eine mittelschwere Katastrophe ausgeartet, aber das nur am Rande).

Vielleicht lag es einfach nur daran, dass ich die Reste der Frischkäse-Eier-Vanillezucker-Mischung aufschlecken konnte – ganz alleine! Diese leckere Masse sollte nämlich auf den besagten Kuchenboden im Ofen verteilt werden. Ein Kuchen der herbstliche Wollüste weckt: Äpfel, Streusel, Frischkäse, Zimt und Karamell. Ein Kuchen, der sich ganz wunderbar nach einem langen Spaziergang im Wald genießen lässt, nachdem man 2 Kilo Kastanien, Eicheln und Zapfen und körbeweise Blätter gesammelt hat.

Das Rezept für diesen cremigen Herbstkuchen habe ich bei zoomyummy  entdeckt, aber ein paar Kleinigkeiten geändert: aus dem Vanillaextrakt wurde Vanillezucker, ich habe Bioäpfel mit Schale verwendet und Dinkelmehl und Rohrohrzucker wichen den konventionellen Zutaten.

Die Karamellsauce mache ich übrigens folgendermaßen: 100 g Zucker mit 30 ml Wasser aufkochen lassen und so lange unter Rühren köcheln, bis sich die Zuckerkristalle vollständig aufgelöst haben. Topf vom Herd nehmen, 40 g Butter darin schmelzen lassen und gut unterrühren. Dann Topf vom Herd nehmen und 60 ml Sahne untermischen. Etwas abkühlen lassen. Fertig.

Wie das so ist bei selbstgebackenen Kuchen oder Broten – alles riecht so verlockend und so heimelig. Und wenn man dann ein bißchen glücklich und mit roten Wangen aus dem Wald zurückkehrt, steht da so ein streuseliger Frischkäse-Apfelkuchen mit ganz viel Zimt und Karamell auf dem Tisch, dass mir ganz warm ums Herz wird.

Der einzige Nachteil ist jetzt, dass ich fortan drei Hände brauche um ein Ofenglück zu zaubern. Im Notfall gehen auch irgendwie zwei: eine hält die Ofentür (am Griff), die andere schiebt das Ofenglück rein oder zieht es raus und, Füße hat man ja auch noch, ein Fuß tritt einmal kräftig gegen die schiefe Tür und schon sitzt der Ofen wieder. Oder wir kaufen einen neuen Ofen. Je nachdem wie lange ich über die Ofentür lachen kann.