Samstag, 3. Dezember 2011

so british: gingerbread people and christmas stockings
















Wir hängen – ganz wie die Inselbewohner – unsere frischgewaschenen Socken auf. Allerdings nicht zum Trocken, sondern damit sie vom Nikolaus befüllt werden. Das ist so schön praktisch und hübsch: Man braucht keine Schuhe putzen, sondern nur eine Kordel, ein paar Wäscheklammern und Socken. Die Engländer machen das Ganze zwar traditionell erst an Christmas Eve, damit Santa Claus lecker Sachen dort hineinstopfen möge. Wir machen das alles nun etwas früher. Also vom fünften auf den sechsten Dezember.

Und das kam so: Als ich noch klein war, kam der Nikolaus absolut immer am Abend des 6. Dezember. Ich hatte damals Freunde, bei denen kam der Nikolaus in der Nacht, also vom fünften auf den sechsten. Das war für mich als Fünfjährige völlig unverständlich. Wie kann der Nikolaus nur an zwei verschiedenen Tagen kommen? Deshalb war und blieb der 6. Dezember als  Nikolausabend unumstößlich, bis ich meinen Mann traf. Denn den lernte ich am Nikolaustag kennen – er war nicht als Nikolaus verkleidet. Nein, nein. Seit diesem Tag hat der 6. Dezember einen neuen Schwerpunkt bekommen. Da gehen wir besonders gut essen. Ins Capricorn i Aries. Unser Lieblingsrestaurant. Meistens kommt der Nikolaus dort vorbei und verteilt Plätzchen. Aber keine Lebkuchenplätzchen.

Die hab ich mal einfach so ausprobiert, obwohl ich Lebkuchen nicht so mag – wenn ich ehrlich bin. Aber überraschenderweise schmeckte mir die Variante mit viel Zitronensaft und Hagelzucker ganz besonders gut.

So hang your stockings and sleep well!

Sonntag, 27. November 2011

ein lichtlein brennt










Ich liebe den Sommer wirklich sehr, aber die Gemütlichkeit des Winters ist nicht zu unterschätzen. Auf dem Sofa herumlümmeln und den grauen kalten Tag mit einem leckeren Zimtsternshake versüßen. Zwischendurch wird geschlafen oder ein Buch vorgelesen und abends macht man Kerzen an.

Heute wurde natürlich auch das erste Kerze am Adventskranz angezündet. Eher Kerzchen; sie sind wirklich sehr dünn und müssen schnell erneuert werden, aber ich fand sie soo hübsch! 

Nun - Julius machte große Augen beim späten Frühstück. Allerdings, wie sich herausstellte, nicht wegen des Adventskranzes an sich, sondern wegen des weißen Vögelchens, das hatte es ihm angetan. "Piep, piep" oder so ähnlich machte er nun, drehte sich im Kreis und lachte. So ein schöner Adventsbeginn! 

Eine wunderschön kuschelige Vorweihnachtszeit wünsche ich allen!

 - Eure la petite cuisine -

Montag, 21. November 2011

magazin kids favorite food shooting für norwegen






Vor einigen Monaten haben die Fotografin Eileen Maes und ich eine entzückende Fotostrecke konzipiert und produziert. Mit Eileen hatte ich auch im Frühsommer das Beach Party Shooting gemacht.

Die jetzt kürzlich im norwegischen Magazin KK veröffentlichte „Kids favorite Food“-Strecke war wirklich eine wahre Freude!

Die Kinder haben uns zuvor ihr Lieblingsessen vertraten und wurden am Shootingtag von mir bekocht und von Eileen fotografiert. Wir mußten höllisch aufpassen, dass das Essen nicht schon vor dem Fotografieren aufgegessen war. Zack, zack, zack, war alles in den kleine Mündern verschwunden. Mhhhh! Alle waren einfach zuckersüß und haben toll mitgemacht.

Eileen hat ein Händchen für Kinder – auch für viele! Während ich in der Küche stand und schnibbelte und bruzelte, hielt sie die Kinder in Schach, erklärte ihnen, was sie machen müßten, zog T-Shirts an und aus, flechtete Zöpfe und gelte strubbelige Jungenhaare.

Ganz besonders süß fand ich Mats, der kam nämlich ganz spontan mit seiner großen Schwester Merle mit und wollte dann natürlich auch fotografiert werden. Als ich ihn fragte, was er den sehr gerne isst, hoffte ich auf etwas Einfaches. Schwitz! Es war nämlich Sonntag und ich hatte nicht viele Möglichkeiten ein fünftes Essen zu zaubern. Aber dieses liebe Kind sagte: „Kartoffelpuffer!“, und ich war so was von erleichtert. Wir trieben ein paar Kartoffeln auf und sogar noch Apfelmus. Es wurden mehr Puffer als Mats essen konnte, aber Merle und die Väter der Kinder - die Mamas waren beim Fotoshooting nicht dabei - haben kräftig beim Aufessen mitgeholfen.

Alessando (8) isst irre gerne Clubsandwich mit selbstgemachten Pommes frites.
Leo (8) verputzt im Nu Bratkartoffeln mit Rahmspinat und Spiegelei.
Mats (3) vergöttert Kartoffelpuffer mit Apfelmus.
Merle (6) findet Zuchinipuffer mit selbstgemachter Zitronenmayonnaise lecker.
Paul (8) liebt Spaghetti mit Tomatensauce und Hackbällchen.

Also wenn man mich fragen würde: ich war ja mit dem Clubsandwich rundum zufrieden. Davon hatte ich in weiser Voraussicht auch gleich mehr gemacht...

Samstag, 12. November 2011

"gerichte aus dem leben" - la petite cuisine im kölner stadt-anzeiger


Heute bin ich aufgewacht und war voller Vorfreude, denn: heute ist in der Wochenendausgabe des Kölner Stadt-Anzeigers ein kleines Feature über la-petite-cuisine erschienen! Wie schön!

Die Autorin Tanja Wessendorf hat hier ein schönes Porträt über den Foodblog mit einigen Hintergrundinformationen zusammengestellt und mit ein paar Fotos versehen. Die ganze Geschichte über mein "Internettagebuch" ist zu lesen im aktuellen Magazin der Tageszeitung. 

Bon appétit & ein wunderschönes sonniges Novemberwochenende!
Eure la petite cuisine

Dienstag, 8. November 2011

we loooove chocolate - café & chocolaterie 20 grad
















Nach langer Pause berichte ich mal wieder über ein schönes Café in Köln. Vor einigen Wochen ging ich am Kölner Ring entlang, sah „Café & Chocolaterie“, wechselte schnurstracks die Straßenseite, nachdem etwa 3 Mofas, 80 Autos und 1 Fahrradfahrer an mir vorüber gefahren waren, und warf einen Blick hinein. 

        ... Schokolade und noch mehr Schokolade ...

Ganz besonders begeistert hat mich die riesige Auswahl an den sogenannten „HotChocolateSpoons“, von 40 bis 85% Schokolade – die ganze Palette. Und daneben standen diese Schokolöffelchen noch in unzähligen Geschmacksrichtungen: Brownie, Vanilla, Hot Chili Orange, Strawberry, Hazelnut, Caramel, Amarettini, Ginger, Kids only, Peanuts, Pear cinnamon, Cappuccino orange und so weiter – alles hübsch verpackt in Cellophanbeutelchen und Pappschildchen. Diese tollen Teile kommen aus den Niederlanden von Chocolate Company. Man taucht sie einfach in heiße Milch. Rühren, fertig, Kakao trinken! Für jeden Tage der Woche einen anderen Geschmack - morgens und abends...

Aber das ist noch nicht alles. Fürs Auge sind da auch diese farbenfrohen duftenden chocolat en bloc von Coppeneur. In Stücke gebrochen kann man diese Schokoladenplatten auch in kleinen Mengen mit nach Hause nehmen, vorher zahlen, und es sich auf dem Sofa bequem machen

Neben der wechselnden Mittagskarte gibt es hausgemachte Torten und Kuchen, liebevoll gebacken von Anja Schirrmeister, der gelernte Konditorin, die zusammen mit Jörg Reuter im Juli 2010 das Café „20 Grad“ eröffnet hat.

Eine Verführung ist sicher auch das Schokoladenfondue für zwei Personen – wenn das nicht eine nette Idee für ein romantisches Tête-à-tête ist. Mit Obst und Keksen...

Für den nächsten Sommer planen die zwei Cafébesitzer Schokoladeneiskreationen und Frappès. Aber bis dahin muß man sich noch gedulden. Die Zeit kann man sich aber gut vertreiben mit Kakaotrinken oder Baileystorte und Birne-Schmand-Ingwer-Kuchen essen. Frühstücken kann man hier natürlich auch – wenn die Tage kurz sind.

Café 20 Grad
Hohenstaufenring 58
50674 Köln


Sonntag, 30. Oktober 2011

halloween - no tricks only treats - honey roasted pumpkin soup - three cheese pumpkin tarte - white chocolate pumpkin brownies -

















Seit ein paar Jahren laden wir zu Halloween – also am 31. Oktober – so vier bis fünf Leute ein. Jedes Jahr ist es eine andere Mischung von Leuten. Freunde oder auch neue Bekanntschaften finden ihren Platz auf unserer Mini-Veranda vor unserer Eingangstür. Eigentlich ist es keine wirkliche Veranda, aber wir nennen sie so, dort ist es irre gemütlich. Gemütlicher als im Garten um diese Jahreszeit. Dort sitzen wir dann eng zusammen auf zahllosen Decken und Kissen. Jeder ist dick eingemummelt und es gibt traditionellerweise Kürbissuppe und Glühwein. Wem ganz kalt wird, der bekommt zwischendurch eine Wärmflasche. Alles ist voller Fackeln, Laternen, Windlichter und Kerzen. Suppe und Getränk steht auf einem kleinen elektrischen Herd, damit alles griffbereit ist. Wir lieben unser kleines Festchen im Herbst. Letztes Jahr haben wir angefangen von jedem, der da ist, ein ganz gruseliges Foto mit der billigsten Handy-Kamera zu machen. Je schlechter, desto besser! Alle Fotos werden dann zu einer hübschen Galerie zusammengestellt, damit man sich noch lange gruseln kann. Was für ein Spaß!

Dieses Jahr allerdings muß unser Veranda-Fest ausfallen. Und da es nur einen 31. Oktober gibt, gilt auch kein Nachfeiern. Gerade an diesem Tag sind wir auf einer anderen Party eingeladen, zu der wir auch selbstverständlich gerne gehen. Das Motto: Cupcakes und Prosecco. Da muß ich hin...

Auf Kürbissuppe mag ich dennoch nicht verzichten und bei Gedanken an Kürbisse kamen mir gleich noch ein paar andere Ideen, zumal ich kürzlich zufällig an einem Hof vorbeifuhr, der riesige Haufen von allen möglichen Kürbissen aufgestapelt hatte. Mein Kürbis-Eldorado! Hokkaido, Spaghettikürbis, Muskatkürbis, Butternuss, Bischofsmütze, Baby Bear, Pattison, Zierkürbisse und natürlich den klassischen Halloween-Schnitzkürbis, den man auch essen kann.  

Mein Vorschlag für ein schönes Halloween-Herbst-Fest – drei Kürbisköstlichkeiten:
  1. Honey roasted pumpkinsoup - Backofen-Honig-Kürbissuppe
  2. Three cheese pumpkin tarte - Drei-Käse-Kürbis-Tarte
  3. White chocolate pumpkin brownies - Weisse Schoko-Kürbis-Brownies
So yum yum!
ACHTUNG FEHLERTEUFEL! Im Rezept zur Kürbissuppe hat sich ein Unterlassungsfehler eingeschlichen. Die Suppe gehört natürlich püriert! Habe soeben die Rezeptkarte korrigiert. Sorry!