Freitag, 2. September 2011

sommer-sonne-meer-urlaub in kroatien

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Wir waren in den letzten zweieinhalb Wochen sagenhafte 2416 Kilometer ganze 48 Stunden unterwegs, davon 4 Stunden im Stau bei 45 Grad im Schatten – dazwischen hatten wir etwas Urlaub...Hört sich nach einer Weltreise an, war aber „nur“ von Köln nach München, von München nach Cres in Kroatien, von Valun nach Wien und von Wien nach Köln. 

Meine Eltern halten uns für wahnsinnig. Damit kann ich leben. Womit ich nicht leben ist, die Tatsache, dass in Deutschland womöglich der Sommer abhanden gekommen ist und daher hatten wir beschlossen Punkt eins unseres Urlaubplans zu erfüllen: Sonne, Sonne und verdammt nochmal Sonne haben. Punkt zwei war auch nicht unwesentlich: der Kostenfaktor. Der Rest mußte sich einfach fügen. Da wir beide keine Last-Minute-Bucher sind, die in irgendwelchen Betonbauten mit Swimmingpool, Animation und Buffet ihre Urlaubstage abarbeiten und mein Mann Lagerfeuer und Zelten liebt, fiel die Entscheidung auf Urlaub im Zelt.


Ja, ja, man muß ein bißchen etwas dafür tun, wenn man Sonne haben will. 

Wir packten wie die Weltmeister, das Auto war randvoll, irgendwo auf dem Rücksitz befand sich unser Kind und los ging es Richtung Süden.

  





In München angekommen, empfing uns schon mal die Sonne. Meine Laune stieg. Am nächsten Tag ging es um 4:30 weiter. Nach 14 Stunden unterwegs sein von München nach Bakarac (irgendwo zwischen Rijeka und Cres) mit einigen schönen Staus wurde ich etwas muffelig und war nicht bereit noch einen einzigen Meter zu fahren – außer zu einer Übernachtungsmöglichkeit.


Julius fügte sich in sein Schicksal und zählte vorbeifahrende Autos oder so.


Da es in den ganzen Örtchen am Meer nur so von Touristen wimmelte, so viel zum Thema Geheimtipp Kroatien, ließen wir uns total erschöpft von einer (netten) Frau am Straßenrand überreden, mit ihr irgendwo die Hügel hinauf, ein Zimmer anzusehen. Ich mag ja solche Sachen. Wirklich! Langweilig ist das auf keinen Fall. Die Privatunterkunft war schlicht mediterran. Ein großes quietschendes weiches Bett und ein Balkon mit Blick aufs Meer. Und es war endlich warm. Ich war glückselig. Spät abends draußen sitzen – barfuß und im dünnem Kleidchen, im Hemdchen im Bett schlafen, nicht frieren müssen, ein bißchen Grillengezirpe...


Am nächsten Tag ging's gemütlich weiter. Was sind schon 2 Stunden!

Mit der Fähre setzten wir von Valbinska auf der Insel Krk auf die Insel Cres über und fuhren nach Valun, in das Fischerdörfchen meiner Träume. Hier war ich schon 2001 und 2002 mit meiner Schwester und deren Kinder gewesen und es waren immer abenteuerliche, erholsame und lustige Ferien dort gewesen. 

     
Ich muß zugeben: das Auspacken und der Zeltaufbau gestalteten sich bei 40 Grad etwas zäh – selbst ich suchte den Schatten und die ersten Tage mußte ich meine ganz privaten inneren Kämpfe mit mir austragen – runterkommen vom Alltags-Arbeits-Wahnsinn. Mein Sohn ist vor mir geflüchtet, mein Mann auch und ich lag heulend im Zelt.

  

Das hört sich jetzt alles nach einem alptraumhaften Urlaub an. Aber wir haben alle noch die Kurve gekriegt. 


Und ich hab mich doch ganz gut erholt, obwohl der erste Urlaub mit Kleinkind auch eine Erfahrung war. Kein Ausschlafen mehr und lange lesen. Aber dafür sind die neuen Erlebnisse umso besser: wenn Julius auf meinem Buch seine Autos stapelte, konnte ich wunderbar dabei lesen. Hört sich anstrengend an? 

 

Valun ist einfach ein traumhaftes Fleckchen. Ein kleines Fischerdörfchen, inmitten karger Landschaft, in einer kleinen ruhigen Bucht gelegen. Der Campingplatz ist gut besucht und nicht ganz billig. Wunderschön daran ist auch, dass keine Autos dorthin gelangen können. Sein Gepäck kann man nur mit Hilfe einer großen Schubkarre dorthin befördern.


Im Örtchen gibt es einige Lokale, darunter das exzellente Fischrestaurant „Na Moru“, wo wir ganz ausgezeichnete kroatische Küche genießen konnten:



In Lubenice, ein Bergdörfchen, 5 km von Valun entfernt, kann man traumhafte  Sonnenuntergänge sehen:





Wenn man sich langweilt, beginnt man sich zu erholen. Ja, das stimmt. Wenn's allerdings zu arg wurde, fuhren wir ins Hauptstädtchen Cres, ein bißchen Milch und Zucker kaufen. 


Oder auch original kroatische Hippgläschen:


Oder gingen Eisessen. So vertrieben wir uns die Tage.





In seiner Langeweile erfand Julius einfach neue Spiele, zum Beispiel Autos auf den Kopf stellen, das ist so lustig:





Damit wir am Tag unserer Abfahrt nach Österreich früh starten konnten, bauten wir das Zelt und unser Gepäck schon am Abend zuvor ein und entschieden uns für eine Nacht im Freien unter grandiosen Sternenhimmel zu schlafen. Julius hat selig geschlafen, geschützt zwischen Mama und Papa.



Das frühe Losfahren fordert allerdings immer seinen Tribut. Mein Mann bekommt nicht so schnell einen Kaffee. Ganz schlecht. An der dritten Tankstelle wurde er fündig: ein sich selbst erwärmender Kaffee im Becher. Fragt mich nicht wie das geht, ich fand's äußerst merkwürdig. Aber was Kaffee angeht ist mein Mann schmerzfrei. Nach dem Getränk sah er deutlich besser aus.



Do videnja, Valun!

Im nächsten Post: ein kroatisches Menü! 




Mittwoch, 31. August 2011

Countdown - erste Runde des Brigitte Food-Blog Award geht zuende



Meine lieben Leser!

Bin gestern Abend aus dem Urlaub zurückgekommen und habe gesehen, dass morgen, am 1.9.2011 um 9:30 das Voting für die erste Runde des Brigitte Food-Blog Awards endet. Wer also noch nicht abgestimmt hat, hat jetzt noch die Gelegenheit! Einfach auf den blinkenden rosa Button rechts klicken und Ihr werdet weitergeleitet.

Vielleicht seid Ihr schon neugierig, was sich alles in meinem zweiwöchigen Urlaub so ereignet hat. Leider müßt Ihr euch noch etwas gedulden, bis der erste Post dazu online gehen kann. Aber so viel vorweg: soo viel Sonne, es war ein Traum! Bin ganz braun geworden und habe viiiele Sommersprossen!

Freut Euch auf viele Fotos aus Kroatien und Österreich!

Liebe Grüße
Eure Susanne

Mittwoch, 10. August 2011

easy peasy ice cream






















Ich finde Eis kann man immer essen. Ob Regen oder Sonne, Kälte oder Hitze, Winter oder Sommer. Eis kann man immer essen. Ja. Deshalb habe ich hier eine paar schnelle Köstlichkeiten gezaubert. Da ist für jeden was dabei:

Das FRUCHTIGE - Himbeer-Joghurt-Eisdessert mit Schoko- und Limettenraspeln
Das CREMIGE - Eissandwich mit Mohrenkopf-Quark-Füllung
Das COOLE - Kiwi-Limetten-Mojito-Stieleis
Das ERFRISCHENDE - Holunderblüten-Apfel-Stieleis
Das EXTRAVAGANTE - glace surprise 

Lasst es Euch auf der Zunge zergehen und habt noch eine schöne Sommerzeit!

... Eure la-petite-cuisine ...









Samstag, 6. August 2011

la dolce vita - bruschetta di pomodori e antipasti all'italiana











Vor ein paar Tagen war ich im italienischen Supermarkt und wollte eigentlich nur ein bißchen Bruschetta-Brot kaufen. Nun ja, ich nahm dann doch einen Einkaufswagen, weil ich da im Regal DEN Wein stehen sah: Dogajolo. Ein fruchtig-kräftiger Rotwein aus der Toscana, den wir vor etwa 12 Jahren das erste Mal in Jacques' Weindepot gekauft habe. Ich muß gestehen, mit meinen damals 24 Jahren habe ich mich zunächst stark vom Etikett leiten lasse. „Och, schau mal wie schön“, schwärmte ich damals schwer verliebt. Aber er war wirklich gut – damals in der noch kleineren Küche bei Kerzenschein und Paolo Conte. Wirklich, kein Scherz.

Der Supermarkt. Der Wein. Der Herrgott gab mir ein Zeichen: Heute Abend würde es nun keinen Kartoffelbrei mit Rahmspinat und Spiegelei geben. Nein, heute Abend sollte es bei uns italienisch am Tisch zugehen: Antipasti all'italiana: ciabatta e olive nere, prosciutto di parma e prosciutto cotto, bruschetta di pomodori, gorgonzola dolce e molto vino rosso. Perfetto!



Ich finde die beste Methode einen kulinarischen Abend einzuläuten – egal welche Länderküche – beginnt mit dem Einkauf – im richtigen Laden. Zur Einstimmung. Hier ein paar Tipps für Köln (nicht vollständig):




italienische Küche:
Nadia, Schanzenstr. 3a, Mülheim
Parma Delikatessen, Heliosstr. 39, Ehrenfeld

spanische Küche:
Anduronda, Marktstr. 27, Raderberg
Solera, Aachenerstr. 46, Innenstadt

französische Küche:
epi, Neusserstr. 32, Agnesviertel + Maternusplatz 4, Rodenkirchen
Epicerei Boucherie, Elsassstr. 3, Südstadt
parlez-gourmet, Sülzburgstr. 172, Sülz

englische/amerikanische Küche:
English Shop, An St. Agatha 41, Innenstadt

österreichische Küche:
Ernst Seemann, Goltsteinstr. 87, Bayenthal
Servus Österreich, Stammheimerstr. 51, Riehl

asiatische Küche:
Seng Heng, Mauritiussteinweg 75, Innenstadt
Heng Long, Aachenerstr. 201-209, Braunsfeld

russische Küche:
Kristall Shop, Karlstrasse/Wilhelmstrasse 20, Porz
Krama, Clevischer Ring 84, Mülheim

Viel Spaß beim Entdecken! Susanne

Montag, 1. August 2011

neunundneunzig leser!! merci merci!!

Nur mal so grad auf die Schnelle zwischendurch. Habe gerade gesehen, dass 99 Personen diesen kleinen Blog hier lesen. 99! Der Wahnsinn!  

Erinnere mich noch gut an den Anfang, als ich im Februar zwei liebe Leser hatte: nämlich meinen Mann und eine Freundin. Und nun sind es 99! Was für eine tolle Zahl. So unrund. 100 ist langweilig. Ok, das soll um Gottes Willen nicht heißen, dass mir der 100. Leser unwichtig sei. Ganz im Gegenteil. Freue mich auf auf jeden Einzelnen von Euch und noch viele viele mehr. 

Aber hoffentlich sind's bald 101. Das ist auch eine schöne Zahl...

Herzlichst Eure Susanne 



Sonntag, 31. Juli 2011

frühstück zu zweit - mascarpone-zimtzucker-frenchtoast mit obstsalat















Es gibt so viele Erstemals wenn man klein ist. So viel zu entdecken! Julius hat sein erstes eigenes weiches Ei bekommen. Dieses Strahlen, als er den eigenen Eierbecher gesehen hat und das Ei mit dem Löffel bearbeiten durfte. Überrascht hat er mich dann mit einem neuen Wort: „Ei!“. Man stelle sich mal vor wir Erwachsenen würden uns darüber jeden Sonntag so sehr freuen. Wär 'das schön! Und er hat heute das erste Mal versucht mit dem Strohhalm zu trinken. Statt daran zu ziehen, hat er allerdings hineingeblasen und es hat irre geblubbert. War das ein Spaß!

Wir haben nämlich am Samstag allein gefrühstückt – Julius und ich. Papa ist nämlich schon mal ein bißchen Campen gefahren - zum Chillen. Mama bleibt zu Hause. Die muß arbeiten. Und später kam dann der Papa und holte den Zwerg ab zum Männer-Campen. Ausgerüstet mit wasserdichter Matschhose, Regenjacke, Polizeiauto, Kuschelhase, Fläschchen, konnte es losgehen. Ob ich mir Sorgen mache? Nein. Das machen die drei schon: mein Mann, sein bester Freund und Julius – zwei Männer und ein Baby. Was soll da schiefgehen? Mama hat ja vorsorglich noch ein Lammfell eingepackt, falls die Temperaturen ins Bodenlose sinken und das Kind nicht erfriert – Ende Juli... Ich denke Julius wird viel zu berichten haben, wenn er am Sonntag wiederkommt: „Da,da,da“ und so viele „uihhs“ und so. Und Mama wird dann ganz viel zuhören und knuddeln und so.

Zurück zu unserem Frühstück. Zur Stärkung gab's für jeden ein weiches Ei mit Toast, dazu für mich einen selbstgemachten Eiskaffee – einfach kalte Milch, etwas Zucker und ein paar Eiswürfel in einen Cocktailshaker geben, ordentlich schütteln und dann ein Tässchen Kaffee zufügen. Verrühren. Fertig. Für den Kleinen gab's Milch mit Zuckerstreuselrand. Und für jeden ein Glas Saft. Weil's ein so besonderes Frühstück an so einem besonderen Tag war, habe ich was feines Süßes gemacht: Mascarpone-Zimtzucker-Frenchtoast mit Obstsalat.


Der Saft – sehr lecker! Purer Fruchtgenuss. Schmeckt 100% nach Erdbeere und Aprikose. Obwohl ich den Saft zur Hälfte mit Leitungswasser gemischt habe. Alain Milliat produziert eine grosse Palette an Säften, Nektaren und Marmeladen in Frankreich. Neben „normalen“ Frucht- und Gemüsesäften aus Tomaten, Karotten, Ananas und Birnen, bietet er auch extravagante Sorten wie Feigensaft, gelben Tomatensaft, roten Merlot-Weintraubensaft und weissen Chardonnay-Traubensaft u.a. an.




Dass nicht immer alles so reibungslos geht, wie es auf den Fotos scheint, besagt diese kleine Aufzählung: als das Frühstück fertig war, waren die Eierlöffel verschwunden – versteckt vom Meister. Lagen in der Badewanne. Die Milch wurde quer über den Tisch verschüttet. Macht nix. Trocknet. Blöder wäre der Saft gewesen. Mein Ei war kalt bis Julius seins gegessen hatte. Eierwärmer wären wirklich mal einen Anschaffung.



Ein schönes Wochenende und Tschüß. Bis nächste Woche dann.