Dienstag, 3. Mai 2011

sommer spielen am rhein - gegrillter lachs mit mais, zitronen-limetten-butter und gurken-avocado-salsa


Also, ich war ja schon ein bißchen beleidigt. Da wollten wir am 1. Mai mit Freunden Sommer spielen und wer spielt nicht mit, der Sommer, und die Sonne sowieso nicht. Hatte wohl auch 'nen schlechten Tag. Da hat man schon nicht die Karibik vor der Tür und geht Kompromisse ein: Beach-Picknick mit Grillen an der Niehler Strandpromenade. Man kann nicht alles haben. Und dann das: Sandsturm bei gefühlten 8 Grad im Halbschatten. Zwischendurch habe ich mich am Grill aufgewärmt oder in der Sonne, während der Sand meinen köstlichst marinierter Lachs paniert hat. Irgendwann bin ich dann bockig geworden und wollte nur noch heiß duschen. 


Aber nun noch mal zurück auf Anfang, bevor der Sturm loslegte und das Essen noch schmeckte: 


















Das Ganze kam so: Ich hatte mit meine großen Bruder telefoniert. Der, der so gut kochen kann. Nun, ich habe nur einen. Es war zunächst ein kulinarisches Telefonat. Ich hatte nämlich Lachs gekauft und suchte ein paar Tipps zur Zubereitung. Ich erinnerte mich an einen wunderbaren Abend vor einigen Jahren. Zuerst waren mein Bruder und ich bei hochsommerlichen Temperaturen in der Donau schwimmen und dann haben wir gekocht und köstlichst gegessen.

Wenn mein Bruder kocht, muß alles schnell gehen – deshalb war er so von Jamie Oliver begeistert, als der vor vielen Jahren mit seinen schnellen Handgriffen und „Mal eben schnell machen“ die Küchenszene aufgemischt hat. Es gab gegrillten Fisch mit Chili, kreolisch inspiriert: mit Guguruz (Maiskolben) und Tomatensalsa. Vorweg haben wir uns eine Bowle mit Pfirsichen, Sekt und Limonade gemacht. Ganz schnell natürlich. Und so köstlich! Vor allem haut die bei so einem Wetter und nach dem Schwimmen voll rein. Vor dem Essen mußte ich kurz ausnüchtern und in den Pool hüpfen oder viel mehr steigen – er ist klein aber fein. Was haben wir darin schon schöne Sangrias getrunken... Mir wird schon ganz warm...

Dies war nun meine Variante für den 1. Mai:

Gegrillter Lachs mariniert mit Chili und Zitrusfrüchten, dazu Maiskolben auch vom Grill mit Zitronen-Limetten-Butter, Gurken-Avocado-Salsa und gegrillten Tomaten. Zum Trinken Tinto de Verano. War lecker, aber ein heißer Tee wär' auch nicht schlecht gewesen.

Ich glaube ich sollte öfter mit meinem Bruder telefonieren und nicht so viel Sommer spielen, wenn der (noch) nicht will.  

Samstag, 30. April 2011

europäische foodblogs zum träumen - teil 1

Europa ist so vielseitig, kunterbunt und schillernd. Jedes Land hat eine Fülle von kulinarischen und landschaftlichen Genüssen zu bieten, die man entweder auf Reisen erkunden kann oder mittels Reiseführern, Kochbüchern, Bildbänden, Romanen, Sachbüchern, Spielfilmen, Sprachkursen und so weiter. Wen jetzt das schmerzliche Fernweh ereilt, aber nicht sofort seine Koffer packen kann, um in Spanien am Strand rumzulungern, italienische Feinkostläden zu erkunden, Rote-Beete-Suppe aus Polen oder Teigtaschen aus Litauen zu probieren, für den habe ich hier Abhilfe: feine Foodblogs aus europäischen Landen. Hier gibt’s die volle Ladung - Teil 1 meiner kulinarischen Recherche (in alphabetischer Reihenfolge):



az élet napos oldala: Heißt übersetzt soviel wie „Auf der Sonnenseite des Lebens“. Reni macht bezaubernde Foodfotos und so mag man kaum glauben, daß ihr die optische Aufmachung zunächst unwichtig war, als sie ihren Blog vor zwei Jahren startete. An erster Stelle stand für die Ungarin die Sammlung ihrer Lieblingsrezepte. Seitdem, so sagt sie selbst, hat eine großartige Entwicklung stattgefunden. Obwohl sie in abgelegen ländlichen Gegenden lebt und arbeitet und daher des öfteren Schwierigkeiten hat bestimmte Zutaten zu bekommen, versucht sie so vielfältig zu kochen, wie möglich. Auf Renis Blog sind neben den Foodfotos auch noch wunderschöne Hochzeits- und Babyfotos zu sehen.   



cartoon cooking: Dieses Foodblog aus Spanien zeigt mal wie man sich auf andere Weise ans Kochen und an Rezepte machen kann, als mit Fotos: Alya ist Illustratorin und zeichnet fantastische Anleitungen für Tapas und Getränke, Marmeladen, Kuchen und Desserts. Seit März 2009 entwirft sie Rezeptbilder für ihren Blog und arbeitet dabei nicht nur mit Photoshop und Illustrator sondern auch mit so schönen Werkzeugen wie Bleistift, Feder/Tinte und Aquarellfarben. Aber bevor sie diese Kunstwerke zu Papier bringt muß sie wie jede/r andere Foodblogger/in auch Löffel und Schneebesen schwingen. Zur Zeit arbeitet die Madriderin an einem Kochbuch mit dem Koch Juan Pozuelo, dessen Kreationen sie illustriert.   



il cavolleto di bruxelles: Sigrid ist eine klassische Europäerin. Sie bezeichnet sich selbst als Belgierin, Flämin und Frankophile mit Rom als Wohnsitz. Seit 2006 schreibt sie ihren Blog „il cavoletto di bruxelles“ (zu deutsch: Rosenkohl) und arbeitet als Fotografin und Foodwriterin. Ihr Kochbuch „Il libro del cavolo“ (dt. Das Buch vom Kohl) ist eine Liebeserklärung an die europäische Küche: es umfasst belgische, französische, italienische, ungarische und spanische Küchenkulturen. Das Portfolio ihrer Website zeigt nicht nur ihr Talent für Foodfotos, sondern auch für Restaurantimpressionen und Reisefotografie.



édes és keserú: Süß & bitter“, so die deutsche Übersetzung, wird seit Januar 2010 von Veronika mit Rezepten und Foodfotos bestückt. Die gebürtige Ungarin arbeitet als Fotografin und Foodstylistin in ihrem Schweizer Studio und hat somit ihre zwei Leidenschaften - die Fotografie und das Kochen - glücklich verbinden können. Veronika hat ein Faible für Süßspeisen: Kuchen, Torten, Eis und Desserts postet sie am häufigsten, dicht gefolgt von Hauptgerichten, wie Lamm, Fisch, Aufläufe, Pasta und Vegetarisches. Allesamt mit Rezepten - die sie gerne auf Anfrage in englisch verschickt - und natürlich mit umwerfenden Foodfotografien. 



louisa lorang: Louisa ist Köchin und Foodwriterin. Was liegt da näher als Kochbücher zu verfassen. Die Dänin hat schon drei Sammlungen ihrer Koch- und Schreibkunst veröffentlicht: Vild med hverdagen (übersetzt so viel wie: Tanz mit dem Alltag), Vild med salater (Tanz mit dem Salat) und Vild met vegetar (Tanz mit den Vegetarien). Für ihren Blog schreibt sie die Rezepte in einem Kochstil aus dänischer, asiatischer, mediterraner und amerikanischer Küche und macht auch das Foodstyling. Die traumhaft schönen Fotos stammen von Anders Schonnemann (u.a. die zwei hier abgebildeten), Betina Hastoft und von Jakob Helbig. Louisa Kredo heißt: Spiser lidt for meget, men nyder hver en bid! Essen Sie ruhig etwas zu viel, aber genießen sie dabei jeden Bissen!



midinettes: Hier sind gleich zwei Genießerinnen am Werk. Beide sind 29 Jahre alt, hauptberuflich Graphikerinnen und versuchen mit dem im März 2009 ins Leben gerufenen Blog ihre „pathologische Besessenheit“ für Kochen zu stillen. Diane und Nath kochen wenn sie glücklich sind oder traurig, wenn sie krank sind oder gesund - also (fast) immer. Alle Rezeptfotos werden liebevoll mit Landschaft- und Städteaufnahmen zu einem farblich und graphisch wunderbar abgestimmten Ganzen komponiert. Die zwei Belgierinnen haben zahlreiche leckere Suppen im Programm, sowie salzige und süße Leckereien, Fisch- und Fleischgerichte, viel Vegetarisches und so manches Dessert.



     

Sonntag, 24. April 2011

ostersonntag mit hefezopf





Nach dem Ostereiersuchen im taunassen Garten heute Morgen gab es zum Osterfrühstück einen frisch gemachten Osterzopf. Das ganze Haus duftet! Frisch gemachtes Brot ist einfach etwas Wunderbares. Es ist noch warm, außer sogar etwas knusprig, riecht so gut und schmeckt einfach himmlisch mit Erdbeermarmelade oder einfach nur mit Butter. Dazu ein oder zwei Gläschen rosé Sekt und Blätterteighäschen mit Kräuterquark.  

Ich wünsche Euch allen noch wunderschöne Osterfeiertage bei diesem grandiosen Frühsommerwetter!

Sonntag, 17. April 2011

es grünt noch immer so grün: crémant-erbsen-süppchen, frühlingskräuter-risotto, seeteufelspiesse mit spargelsalat und zitronenkartoffeln, apfel-kiwi-trauben-saft




















In unserem Garten wachsen keine Kartoffeln und keine Erbsen und ich baue auch keinen Spargel an. Aber er hat andere Vorzüge. Platz für männliche und weibliche Vorlieben zum Beispiel. Im hinteren Teil des Gartens befindet sich eine Lagerfeuer- und Grillstelle. Ich will jetzt nicht vom Marlboro-Mann und unendlicher Freiheit anfangen. Da wäre etwas weit hergeholt, aber was ist ein Mann ohne Lagerfeuer? Ja, und vorne dann eine Pergola zum Cocktailschlürfen bei 40 Grad im Schatten auf weichen Kissen und solche Sachen. Aber das ist ja noch nicht alles:

Unser Garten ist ein Bärlauchfeld – da wo keine Lagerfeuerstelle oder Pergola ist. Fast zumindest. In hinteren Teil des Gartens, der in ein Wäldchen ragt, wuchert dieses Knoblauchgewächs vor sich hin. Ich mag den Knoblauchduft. Wirklich. Ich könnte fünf Wochenmärkte den ganzen Frühling über beliefern. Mindestens. Wenn ich so überschlage, dass ein verwelktes Bärlauchsträußchen im Supermarkt 2 Euro kostet... Und unser Bärlauch ist nicht angepflanzt worden. Der wächst freiwillig in unserem Garten. Gefällt ihm wohl dort.

In diesem nun wilden Garten mit dem wirren vermoosten Rasen wächst noch so allerhand anderes Grünzeug. Löwenzahn zum Beispiel und Gänseblümchen und Vergissmeinnicht. Und Rhabarber – keine Ahnung wie der da hingekommen ist. Der Flieder blüht gerade und auch der Birnen- oder Quittenbaum, der keine Früchte trägt, deshalb wissen wir nicht, ob es ein Birnen- oder Quittenbaum ist. Nichtsdestotrotz sind die Blüten wunderschön. Und ganz viel Giersch, der Traum eines jeden Gartenbesitzers. Der wuchert sich mit seinen elend langen dicken Wurzeln erbarmungslos durch alles, bis in die letzte Erdritze. Ich habe mal vor langer Zeit, ach, das war, als wir Hochzeit im Garten feierten, an einem quadratmetergroßen Stück Erdfläche eine halbe Stunde Giersch gezupft. Seitdem darf der Girsch wachsen, es sei denn meine Mann pflügt in einer Musestunde mit dem Sparten durch die Beete. Und dann wachsen da noch an vielen Stellen Walderdbeeren und im Spätsommer tauchen auch ein paar Brombeeren auf.

Nun, dieser sehr eigenwillige Garten hat mich zur neuen Startseite meiner Website inspiriert und zu einigen neuen Rezepten. Viel Spaß beim Nachkochen und Aufessen!  



Montag, 11. April 2011

interview auf ohhhmhhh


Was für eine Freude! Mein erstes Interview. Und das auch noch auf dem bezaubernden Design- und Foodblog Ohhhmhhh.

Viel Kurzweil beim Lesen und vielen Dank liebe Steffi!