Langschläfereltern haben
Langschläferkinder. Ich find das genial. Unser Wochenende fing
diesmal schon am Freitag an. Luxus. Lange schlafen in neuen
allergiegetesteten (nicht sexy, aber hilfreich) Bettdecken, die für
den größtmöglichen Kuschelfaktor in ebenfalls neue Überzüge
gesteckt worden waren. Mama kann sich nämlich ganz wunderbar in
rot-weiß karierten Bettüberzügen entspannen. Hat was von
Hüttenzauber. Und Papa macht mit. Wie gesagt, wir kuschelten schon
am Freitagmorgen in den Betten rum und verbrachten den Tag mit
allerlei Müßiggang.
Gemütlich frühstücken, nicht
aufräumen, baden, erste Weihnachtlieder im Radio hören und durchs
Wohnzimmer tanzen, in Spielzeuggeschäfte gehen, Adventskalender
packen...
Der Samstagmorgen begann mit
Adventskalender öffnen, woran sich alle freuten. Kind strahlte
Angesichts so vieler kleiner Päckchen. Mama freute sich, weil sich
das Kind so freute und Papa, also mein Mann, freute sich, dass Mama,
äh seine Frau, dem Kind so viel Freude bereitete.
Der vielen Freude mußte etwas
entgegengesetzt werden. Das hält ja sonst keiner aus. Plan A (ihr
ahnt – es läuft alles auf einen Plan B hinaus) bestand darin mit
Julius einen Guglhupf zu backen. Bekanntlich wird ein Guglhupf mit
Hefe gemacht und zwar mit Frischer. Die Hefe war so guter Dinge und
ging schon vor dem Backen mehr auf als mir lieb war. Das Desaster
ereignete sich im Ofen. Der Hefekuchen ging darin so desaströs auf,
dass er nicht nur an den Ofendecke kleben blieb, sondern aus allen
Ecken und Enden herausquoll. Kein schöner Anblick und eine große
Sauerei. So viel zum Thema Backen mit Freuden.
Nicht mehr ganz so guter Dinge schickte
ich Kind und Mann auf die Straße – zum Spazierengehen, entledigte
mich des Kuchens, der einfach nur ungeniessbar war, fragt mich bitte
nicht warum, muß energetische Gründe gehabt haben und schrubbte den
Backofen. Und begann von Neuem. Aber ohne Hefe.
Hurra, Plan B funktionierte. Und als
der neue Kuchen friedlich im Ofen stand, konnte ich, mit sanierten
Nerven, meine zwei durchfrorenen Männer ins Haus lassen. Belohnung
war ein nach Weihnachten duftender saftiger Kuchen, den wir mit Milch
und Kaffee geniessen konnten.
Und so ging das erste Adventswochenende
dahin: mit vielen Kerzen, Haus schmücken, „The last Samurai“
schauen, viel schlafen, Weihnachtsmarktbummeln, „Pumkl schauen“
(= Pumuckl schauen), reden und lesen.
Und endet da, wo es angefangen hat, in
meinen (immer noch) frischen kuscheligen rot-weiß karierten Betten.
Gute Nacht!
Habt alle eine wunderschöne Woche!
Eure la petite cuisine




















































