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Mittwoch, 26. Juni 2013

delicious arabian dinner delights






















!!!! Korrektur: Die Baisers bitte 80 Minuten backen, NICHT nicht 1 h!!!! 

Wie ihr sicher schon bemerkt habt fällt es mir schwer mich kurz zu fassen, in Worten, wie auch in meinen Fotogeschichten. Ich kann es drehen und wenden wie ich will, ich bin für kurze Nummern einfach nicht geeignet.

Zu Beginn stand da eigentlich nur ein kleiner feiner Linsensalat, den meine Schwester kreiert hatte. Ganz simpel, ganz köstlich und ganz schnell gemacht.

Ja, und wie das mal wieder war, kam ich bei den schönsten Gedankenträumereien so richtig in Fahrt, was denn noch so alles Schönes dazu passen könnte. Die allerbesten Zutaten, die nur 1001 Nacht bieten kann: Lamm und Linsen, Minze, Honig, Milch, Koriander, Nüsse, Trockenfrüchte, Aprikosen, Granatapfel, Kichererbsen, Petersilie, Kreuzkümmel, Harissa, Joghurt, Orangen, Muskat, Zimt, Zitrone, Kardamon, Melone, Vanille, Feigen, Sesam, Rosinen, Bulgur, Pinienkerne, Mokka, Datteln, Tee, Auberginen, Falafel, Hummus, Tahina, Couscous, Rosenwasser, Safran, Halva...

Ich empfinde es als Genuss diesen schönen Worten nachzuhören und bin froh auf diesen persönlichen kulinarischen Arabien-Trip gekommen zu sein. Denn ich verrate Euch etwas: eigentlich bin ich nicht der hingebungsvolle Bewunderer (allen) arabischen Essens (zu viel frischer Koriander ist nicht meine Sache und auch zu viel Minze im Joghurt, na ja...) und daher ist dies dieses Menü auch als Interpretation zu sehen. Seht es mir also bitte nach, wenn nicht alles hundertprozentig typisch arabisch ist (zum Beispiel Curry im Joghurt), seht es als arabian fusion kitchen ;)

Manchmal bin ich selber erstaunt, was für neue Rezepte und Kombinationen entstehen oder wie das Hinzufügen, Wegnehmen, Reduzieren oder Maximieren einer Zutat dem Gericht eine neue Note geben. Mysterien der Küche...

Und es ist wie mit allen Dingen, je mehr Übung man bekommt, desto mutiger wird man, Neues auzuprobieren. Wie habe ich mich mit 20 Jahren noch sklavisch an Rezepte gehalten (daran ist weiß Gott nichts Verwerfliches!) oder auch manchmal eben nicht und mich dann gewundert, dass es nicht so schmeckt wie das letzte mehr... aber ich finde es so spannend in der Küche Neues zu entdecken und nicht zu wissen, was da noch alles auf einen wartet und es unendlich neue Kombination gibt, die fantastisch sind. (Nebenher sei nur erwähnt, dass ich Hausmannskost, wie etwa Kohlrouladen, nicht von meinem Küchentisch schubse).

Ich liebe das Kochen, genauso wie das Fotografieren und Essen. Ich kann mir (zur Zeit) nichts Schöneres vorstellen als einen großen Teil meines Lebens dem Essen zu widmen. Es erfüllt mich mit Ruhe, Genuss und Freude.

Und da seht ihr was alles aus einem kleinen Linsensalat werden kann...ein Menü ;)

                   Eure la petite cuisine



Samstag, 27. April 2013

mein neues leben









Das Leben läuft nicht immer 1A. Das weiß man wenn man fast 38 Jahre alt ist. Aber eine 6- tut schon weh. Und damit hatte ich einfach nicht gerechnet (genauso wie damals mit der 5- in Mathe, aber das ist eine andere Geschichte), kam aber damals wie heute irgendwie aus heiterem Himmel und irgendwie doch nicht: Trennung vollzogen, Auszug in die Wege geleitet und umgesetzt und Status alleinerziehend angenommen. Örgs!

Dabei dachte ich wir würden zusammen alt. Ach, das war eine schöne Vorstellung. Doch nun, nach sieben Ehejahren und nach fünfzehnjährigen Kennen hat sich bewahrheitet, was wir nicht wahrhaben wollten: wir gehören nicht zusammen, so stark und fast verzweifelt diese Liebe über sehr viele Jahre war. Es war keine leichte Entscheidung und es hat mich in tausend Teile zerrissen. Das, was übrig geblieben ist (von mir), versuche ich nun in mühsamer Kleinarbeit wieder neu zusammenzusetzen. Und nun sitze ich hier in meiner zauberhaft neuen Wohnung, die mir hilft Abstand zu gewinnen; aber ein Umzug kostet immer Zeit und Kraft, und fühle mich neben vielen Auf und Abs, Schmerz, Trauer, Wut, Freude und Glück manchmal ganz gut und eben manchmal ganz elend. Nebenher läuft irgendwie der Alltag, der Beruf, das Mamasein und Kinderkrankheiten. Der ganz normale Wahnsinn halt, neben dem neuen Wahnsinn. Vieles von dem, was ich mir fürs neue Jahr vorgenommen hatte konnte ich daher nicht umsetzen. Denn das, was ich in den letzten drei Monaten so getrieben habe, war eine enorme Kraftanstrengung, in jeglicher Hinsicht.

Aber wie sagt Julius so oft: „Mama, Du bist stark, Du schaffst das.“, (wenn ich ihn mal wieder in den 3. Stock getragen habe mit Einkäufen bepackt). Er meint das natürlich physisch. Ich meine das physisch und psychisch. Ich schaffe das. Es liegt ein wundervoller neuer Weg vor mir mit unendlich vielen Überraschungen und neuen Erfahrungen.

Und ich kann jetzt schon erkennen, das die Trennung etwas Positives hat: nämlich zu mir zu kommen. Nicht in der Ruhe, die ich mir gewünscht habe, aber in einer doch unbändigen Kraft. Und daher bin ich vielleicht doch nicht so ganz falsch auf meinem Weg vom mehr Sein und weniger Wollen.

Um morgens in meinem neuen Leben gut in die Gänge zu kommen habe ich angefangen (manchmal) diese sagenhaft grünen Säfte zu trinken. Auf den ersten Blick sehen sie aus wie Monsterdrinks, aber sie duften und schmecken wirklich 1A.
Grob gesagt sind grüne Smoothies (ich habe mich jetzt nicht damit auseinandergesetzt) eine etwa 1:1 Mischung aus Früchten und Blattgrün. Die Süße der Früchte hebt den Grasgeschmack auf. Im Ernst! Mixen kann man zum Beispiel fröhlich Spinat, Gurke, Kohl, Apfel, Petersilie, Melone, Mangold, Orangensaft, Sellerie, Rucola, Kiwi, Mango, Kokosnussaft, Ananas, Löwenzahn, Birne, Mangold, Ingwer, Erdbeeren, Minze, Avocado, Brennnessel, Heidelbeeren und anderes. Einfach ausprobieren! Viel Spaß! 

Und übrigens den Spinat schmeckt man nicht! 

Eure la petite cuisine


Montag, 1. Oktober 2012

herbstliches websiteshooting in beerentönen und eine verlängerung














Wie für jedes Websiteshooting zum Jahreszeitenwechsel begebe ich mich in einen Farbrausch. Sei es orange-weiß zum Sommer oder orange-braun zum Herbst. Sei es grün-weiß zum Frühling oder gelb zu Ostern. Für den Herbst 2012 habe ich mich für Beerentöne entschieden: Brombeer, Erika, Purpur, Bordeaux, Pflaume und Maulbeeren. Und ich muß sagen, sie schmecken mir großartig.  

Außerdem ganz köstlich schmeckt Labneh zum Beeren-Pilz-Salat, den ich leider im Rezept völlig unterschlagen habe. Wie schade! Daher werde ich hier kurz beschreiben, wie man diese Art Käse selber macht. Für etwa 10 Bällchen benötigt man 400 g fetten Vollmilchjoghurt oder griechischen Joghurt. Diesen vermischt man mit 1 TL Salz und gibt ihn in ein feines Mulltuch oder Kaffeefilter. Den Filter setzt man in ein Sieb und läßt alles im Kühlschrank über Nacht abtropfen. Auch die Oberfläche mit einem Kaffeefilter abdecken. Morgens nochmal in einen frischen Kaffeefilfter umfüllen. Die Masse ist jetzt schon sehr cremig und noch mal einen halbe Tag abtropfen lassen. Die daraus entstandene Flüssigkeit ist Molke. Jetzt kann man aus der cremigen Masse Bällchen formen und zum Salat geben. 

Das Rezept für den Labnah ist von Christelle und ihrem zauberhaften Blog Christelle is flabbercasting.

Das Original-Rezept des Kuchens stammt von der lecker, Ausgabe No.9/September 2009. Es wurde durch Zutaten und Mengenangaben leicht variiert. 

Und noch eine gute Nachricht zum Schluß: die Anmeldefrist für den Wein-Koch-Foto-Workshop Ende Oktober 2012 ist verlängert worden. Ihr habt also noch die Möglichkeit bis zum 8. Oktober Einsendungen auf la-petite-cuisine einzureichen. Nähere Informationen: siehe hier.

Eine wunderschöne Woche wünscht Euch
la petite cuisine

Montag, 23. Juli 2012

Röstbrot und andere Gedanken












 
Loslassen - locker bleiben. Es gibt Menschen, die werden mit dieser Haltung ins Leben hinein geboren und es gibt solche, die sie sich erarbeiten. Ich gehöre zu Letzeren. Dann nennt sich das Lebensweisheit oder so.

Was nicht weiter schlimm ist, denn ich erlebe bewußt die Erfolge und das grandios! Auch den wenigen guten Tagen kann ich mittlerweile etwas Schönes abgewinnen. Nicht immer sofort. Manchmal kann ich erst nach ein paar Tagen Reflexion das Licht am Horizont erblicken. Manchmal sind es auch kleine (Glücks)Momente, die den Modus „Loslassen“ ankurbeln, zum Beispiel Sonnenschein, ein nettes Telefonat, ein Julius' Lachen oder ein neues Wort, wie heute „Bettchen, nein“! Auch ein Ziegenkäse-Pesto-Pilz-Brötchen kann es auslösen. Gutes Essen löst sowieso gute Gefühle aus. Und diese Brotkruste, deren Röstduft durch die Wohnung zieht, tut sein übriges. Nach dem Fotografieren setze ich mich auch den Küchenboden und genieße dieses köstlich-einfache Brot. Schon beim Reinbeissen sind einige Sorgen vergessen. Nichts geht über ein gutes Essen, das kann auch gerne am Tisch sitzend eine Kohlroulade sein.

Meine herbstliche Stimmung passte an diesem Tag aber einfach auf Röstbrot mit Pesto-Ziegenkäse-Tralala. Draußen war es weder kalt noch warm. Irgendwas brauchte ich zum Kuscheln. Das kann dann auch mal ein Brötchen sein. Im übertragenen Sinne. Manche kuscheln halt mit Macarons oder Käsekuchen.

Irgendwie bin ich abgeschweift, aber das macht auch nix. Dies ist ein wirklich schönes, wildes und buntes Leben, voller Überraschungen, Höhen, Tiefen, Herausforderungen, auf jeden Fall ohne Langeweile. Es gibt noch viel zu Lernen und ich freue mich noch auf die Zeit, die kommt. 
 
In diesem Sinne hier noch ein Gedicht, dass Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag, am 16. April 1959 geschrieben hat. Nicht umsonst mußte er 70 Jahre alt werden, um diese Einsicht zu erlangen.
 
Als ich mich wirklich
selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen,
dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnung für mich sind,
gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich , das nennt man
“Authentisch-Sein”.

Als ich mich wirklich
selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden,
wie sehr es jemanden beschämt,
ihm meine Wünsche aufzuzwingen,
obwohl ich wusste, dass weder die Zeit reif,
noch der Mensch dazu bereit war,
auch wenn ich selbst dieser Mensch war.
Heute weiß ich, das nennt man
“Selbstachtung”.

Als ich mich wirklich
selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
mich nach einem anderen Leben zu sehnen,
und konnte sehen, dass alles um mich herum
eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man
“Reife”.

Als ich mich wirklich
selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden,
dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist
– von da konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich, das nennt sich
“Selbstachtung”.

Als ich mich wirklich
selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
mich meiner freien Zeit zu berauben
und ich habe aufgehört,
weiter grandiose Projekte
für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das,
was mir Spaß und Freude bereitet,
was ich liebe
und mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise
und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man
“Ehrlichkeit”.

Als ich mich wirklich
selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit
was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von allem, das mich immer wieder hinunterzog,
weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das “gesunden Egoismus”,
aber heute weiß ich, das ist “Selbstliebe”.

Als ich mich wirklich
selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt,
das nennt man “Einfach-Sein”.
 
Als ich mich wirklich
selbst zu lieben begann,
da erkannte ich,
dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann,
als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner,
diese Verbindung nenne ich heute
“Herzensweisheit”.

Wir brauchen uns nicht weiter
vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen
mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen
manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich,
das ist das Leben!

Charlie Chaplin, 1959