Man sagt ja von den Briten, dass sie
recht pünktlich seien. Was man von mir nicht behaupten kann. aber
ich bin ja auch keine Britin. Das führt leider auch dazu, das mein
geplanter Post über englisches Halloween etwas verspätet
daherkommt. Aber auch wenn ihr jetzt keinen am 31. Oktober
pünktlichen Halloween-Post sehen konntet, so denke ich, dass hier
auch Rezepte dabei sind, die auch noch im regenreichen und kalten
November ihre Daseinsberechtigung haben.
Irgendwie, so dachte ich vor einigen
Tagen, passt so ein Halloween auch wunderbar ins regennasse (England
verbinde ich immer mit Regen und kalten Füssen) London und zu
irgendwelchen alten düsteren Landsitzen, wo man jetzt auf die Jagd
geht und später um 5 Uhr eine Tee und einen wärmenden Brandy im
Salon oder Herrenzimmer trinkt. Bei diesen ganzen schönen
klischeebehafteten Bildern muß ich unweigerlich an Arthur Canon
Doyle und Holmes denken und ebenso an Agatha Christie und meinen
geliebten Hercule Poirot (auch wenn der Belgier ist). Das Schöne
ist, dass man sich bei diesen Filmen oder Büchern so gepflegt
minimalgruseln kann. Und außerdem muß ich weder Schneehühner jagen
noch kalte Füsse beim Spazierengehen bekommen, bevor ich es mir
einer Tasse Tee und Crumpets (Rezept aus dem tollen Kochbuch: Alison Walker: Country Cook's Kitchen) oder Sandwiches gemütlich mache. Die Welsh Rarebits sind aus Ed Baines "Brit Cuisine".
Eine wunderbare Abrundung nach einem
anstrengenden Tag auf dem Sofa ist dann der Genuß des Entenconfits
(ein mit Wacholderbeeren, Pfefferkörnern, Thymian, Knoblauch und
Meersalz über Nacht gepökeltes Geflügel), dass so hervorragend zu
Kartoffelpüree passt.
Zum Abschluss gibt’s dann noch eine
Folge - sehr passend: The Mystery of the Hunter's Lodge (dt. Das
Geheimnis des Jagdhauses) mit einem Kügelchen Kürbiseis (aus: Linda Tubby: Eis für Geniesser) und
Brandy-Schlagsahne.
So könnte ein wunderbarer Tag
aussehen. Viel Spaß noch beim Nachgruseln...
Eure The little kitchen (frz. La petite
cuisine)

























































