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Donnerstag, 1. November 2012

my little late british halloween

























Man sagt ja von den Briten, dass sie recht pünktlich seien. Was man von mir nicht behaupten kann. aber ich bin ja auch keine Britin. Das führt leider auch dazu, das mein geplanter Post über englisches Halloween etwas verspätet daherkommt. Aber auch wenn ihr jetzt keinen am 31. Oktober pünktlichen Halloween-Post sehen konntet, so denke ich, dass hier auch Rezepte dabei sind, die auch noch im regenreichen und kalten November ihre Daseinsberechtigung haben.

Irgendwie, so dachte ich vor einigen Tagen, passt so ein Halloween auch wunderbar ins regennasse (England verbinde ich immer mit Regen und kalten Füssen) London und zu irgendwelchen alten düsteren Landsitzen, wo man jetzt auf die Jagd geht und später um 5 Uhr eine Tee und einen wärmenden Brandy im Salon oder Herrenzimmer trinkt. Bei diesen ganzen schönen klischeebehafteten Bildern muß ich unweigerlich an Arthur Canon Doyle und Holmes denken und ebenso an Agatha Christie und meinen geliebten Hercule Poirot (auch wenn der Belgier ist). Das Schöne ist, dass man sich bei diesen Filmen oder Büchern so gepflegt minimalgruseln kann. Und außerdem muß ich weder Schneehühner jagen noch kalte Füsse beim Spazierengehen bekommen, bevor ich es mir einer Tasse Tee und Crumpets (Rezept aus dem tollen Kochbuch: Alison Walker: Country Cook's Kitchen) oder Sandwiches gemütlich mache. Die Welsh Rarebits sind aus Ed Baines "Brit Cuisine".

Eine wunderbare Abrundung nach einem anstrengenden Tag auf dem Sofa ist dann der Genuß des Entenconfits (ein mit Wacholderbeeren, Pfefferkörnern, Thymian, Knoblauch und Meersalz über Nacht gepökeltes Geflügel), dass so hervorragend zu Kartoffelpüree passt.

Zum Abschluss gibt’s dann noch eine Folge - sehr passend: The Mystery of the Hunter's Lodge (dt. Das Geheimnis des Jagdhauses) mit einem Kügelchen Kürbiseis (aus: Linda Tubby: Eis für Geniesser) und Brandy-Schlagsahne.

So könnte ein wunderbarer Tag aussehen. Viel Spaß noch beim Nachgruseln...

Eure The little kitchen (frz. La petite cuisine)
  

Freitag, 19. Oktober 2012

herbstglück mit apfel-zimt-streusel-käsekuchen-stückchen und karamellsauce



















Es gibt Tage, die wollen nicht. Oder ich will nicht mit ihnen. Da ist jedes Telefonklingeln zuviel. Die Butter ist zu hart. Man stolpert einmal zu oft über den Autoberg im Flur. Der Schuh geht nicht zu und dann klemmt einfach der ganze Tag. Aber es gibt auch bekanntlich andere Tage, an denen mich eine aus den Angeln gefallene Backofentür kalt läßt. Ja, solch Tage gibt es. Sehr amüsiert stand ich da mit der Backofentür in der Hand, als ich diese öffnen wollte, um den Kuchen hineinzuschieben. Das Ganze war so komisch, dass ich lachen mußte. (An einem anderen Tag wäre das wohl eher in eine mittelschwere Katastrophe ausgeartet, aber das nur am Rande).

Vielleicht lag es einfach nur daran, dass ich die Reste der Frischkäse-Eier-Vanillezucker-Mischung aufschlecken konnte – ganz alleine! Diese leckere Masse sollte nämlich auf den besagten Kuchenboden im Ofen verteilt werden. Ein Kuchen der herbstliche Wollüste weckt: Äpfel, Streusel, Frischkäse, Zimt und Karamell. Ein Kuchen, der sich ganz wunderbar nach einem langen Spaziergang im Wald genießen lässt, nachdem man 2 Kilo Kastanien, Eicheln und Zapfen und körbeweise Blätter gesammelt hat.

Das Rezept für diesen cremigen Herbstkuchen habe ich bei zoomyummy  entdeckt, aber ein paar Kleinigkeiten geändert: aus dem Vanillaextrakt wurde Vanillezucker, ich habe Bioäpfel mit Schale verwendet und Dinkelmehl und Rohrohrzucker wichen den konventionellen Zutaten.

Die Karamellsauce mache ich übrigens folgendermaßen: 100 g Zucker mit 30 ml Wasser aufkochen lassen und so lange unter Rühren köcheln, bis sich die Zuckerkristalle vollständig aufgelöst haben. Topf vom Herd nehmen, 40 g Butter darin schmelzen lassen und gut unterrühren. Dann Topf vom Herd nehmen und 60 ml Sahne untermischen. Etwas abkühlen lassen. Fertig.

Wie das so ist bei selbstgebackenen Kuchen oder Broten – alles riecht so verlockend und so heimelig. Und wenn man dann ein bißchen glücklich und mit roten Wangen aus dem Wald zurückkehrt, steht da so ein streuseliger Frischkäse-Apfelkuchen mit ganz viel Zimt und Karamell auf dem Tisch, dass mir ganz warm ums Herz wird.

Der einzige Nachteil ist jetzt, dass ich fortan drei Hände brauche um ein Ofenglück zu zaubern. Im Notfall gehen auch irgendwie zwei: eine hält die Ofentür (am Griff), die andere schiebt das Ofenglück rein oder zieht es raus und, Füße hat man ja auch noch, ein Fuß tritt einmal kräftig gegen die schiefe Tür und schon sitzt der Ofen wieder. Oder wir kaufen einen neuen Ofen. Je nachdem wie lange ich über die Ofentür lachen kann. 

Montag, 1. Oktober 2012

herbstliches websiteshooting in beerentönen und eine verlängerung














Wie für jedes Websiteshooting zum Jahreszeitenwechsel begebe ich mich in einen Farbrausch. Sei es orange-weiß zum Sommer oder orange-braun zum Herbst. Sei es grün-weiß zum Frühling oder gelb zu Ostern. Für den Herbst 2012 habe ich mich für Beerentöne entschieden: Brombeer, Erika, Purpur, Bordeaux, Pflaume und Maulbeeren. Und ich muß sagen, sie schmecken mir großartig.  

Außerdem ganz köstlich schmeckt Labneh zum Beeren-Pilz-Salat, den ich leider im Rezept völlig unterschlagen habe. Wie schade! Daher werde ich hier kurz beschreiben, wie man diese Art Käse selber macht. Für etwa 10 Bällchen benötigt man 400 g fetten Vollmilchjoghurt oder griechischen Joghurt. Diesen vermischt man mit 1 TL Salz und gibt ihn in ein feines Mulltuch oder Kaffeefilter. Den Filter setzt man in ein Sieb und läßt alles im Kühlschrank über Nacht abtropfen. Auch die Oberfläche mit einem Kaffeefilter abdecken. Morgens nochmal in einen frischen Kaffeefilfter umfüllen. Die Masse ist jetzt schon sehr cremig und noch mal einen halbe Tag abtropfen lassen. Die daraus entstandene Flüssigkeit ist Molke. Jetzt kann man aus der cremigen Masse Bällchen formen und zum Salat geben. 

Das Rezept für den Labnah ist von Christelle und ihrem zauberhaften Blog Christelle is flabbercasting.

Das Original-Rezept des Kuchens stammt von der lecker, Ausgabe No.9/September 2009. Es wurde durch Zutaten und Mengenangaben leicht variiert. 

Und noch eine gute Nachricht zum Schluß: die Anmeldefrist für den Wein-Koch-Foto-Workshop Ende Oktober 2012 ist verlängert worden. Ihr habt also noch die Möglichkeit bis zum 8. Oktober Einsendungen auf la-petite-cuisine einzureichen. Nähere Informationen: siehe hier.

Eine wunderschöne Woche wünscht Euch
la petite cuisine